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18.08.2016 | News-Bericht

Zwei Einsatztage – zwei schwere Motorradunfälle

  • Kaum hat Pilot Jürgen Würtz den Rettungshubschrauber gelandet, eilen Notarzt und Rettungsassistent zu der verunglückten Motorradfahrerin.
    Kaum hat Pilot Jürgen Würtz den Rettungshubschrauber gelandet, eilen Notarzt und Rettungsassistent zu der verunglückten Motorradfahrerin.

Sonnenschein pur: Jetzt zieht es alle nach draußen – auch viele Motorradfahrer. „Leider werden die Fresacher Flugretter jetzt auch vermehrt zu schweren Motorradunfällen gerufen –an zwei Tagen direkt hintereinander“, berichtet Pilot und Stationsleiter Jürgen Würtz. „Dabei erleben wir immer wieder, dass Motorradfahrer im Verkehr einfach schlechter wahrgenommen werden. Zudem verfügen sie über keinerlei Knautschzone, weshalb es bereits bei geringer Geschwindigkeit zu schweren Verletzungen kommen kann.“

Im Ortsgebiet von Trebesing fuhr ein Autofahrer gerade auf die Bundesstraße, als sich eine Motorradfahrerin auf der gleichen Fahrbahnseite näherte. Laut krachend stieß das Zweirad mit dem Auto zusammen und wurde quer über die Straße geschleudert. Mit schweren Verletzungen blieb die Motorradfahrerin liegen. Jetzt wurde vor Ort schnellstmöglich ein Notarzt benötig – ein Einsatz für die Fresacher Flugretter.

Kaum hatte Pilot Jürgen Würzt den rot-weißen Rettungshubschrauber unweit der Unfallstelle gelandet, eilten Notarzt und Rettungsassistent auch schon zu der Schwerverletzten. Schnell stellten sie fest, dass die Frau in eine Spezialklinik musste. Neben mehreren Brüchen bestand auch der Verdacht, dass sie sich an der Wirbelsäule oder an inneren Organen verletzt haben könnte. Nachdem Notarzt und Rettungsassistent den Zustand der Patientin stabilisiert hatte, wurde sie auf eine Vakuummatratze gelegt und die Besatzung von RK-1 flog sie ins Landeskrankenhaus Villach. Dort übergaben sie die Motorradfahrerin zur weiteren Behandlung an das Klinikpersonal.

„Am Tag darauf meldete uns die Rettungsleitstelle Kärnten erneut einen Motorradunfall“, erzählt Jürgen Würtz. Ein 16-jähriger Motorradfahrer fuhr auf einer schmalen, weitabgelegen Kreisstraße. In einer scharfen Kurve trug es ihn auf die Gegenfahrbahn, wo ihm eine junge Autofahrerin entgegenkam. Die Wucht des Zusammenstoßes war so stark, dass der Jugendliche rund 20 Meter weit auf eine Wiese geschleudert wurde. Durch den Sturz zog er sich mehrere Brüche und schwere Schnittwunden zu. „Auch bei diesem Unfall war der Fresacher Rettungshubschrauber die erste Wahl für die Rettungsleitstelle. Denn in das abgelegene Gebiet gelangten wir innerhalb weniger Minuten. Nach der medizinischen Versorgung vor Ort konnten wir den Jugendlichen auf kürzestem Weg in eine Spezialklinik fliegen“, berichtet Jürgen Würtz.

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