19.09.2018 | News-Bericht

Zwei Pedilec-Fahrerinnen verletzen sich bei Zusammenstoß schwer

  • Hubschraubereinsatz nach schwerem Radunfall: Zwei ältere Frauen mussten umgehend notärztlich versorg und in Kliniken transportiert werden. Symbolbild.
    Hubschraubereinsatz nach schwerem Radunfall: Zwei ältere Frauen mussten umgehend notärztlich versorg und in Kliniken transportiert werden. Symbolbild.

Ein wunderschöner Spätsommertag in einer bezaubernden Gegend: Eine Rentnergruppe hatte das großartige Wetter genutzt und sich in der Gemeinde Fuhlendorf zu einer Radtour aufgemacht. Fuhlendorf liegt malerisch eingebettet zwischen dem Bodstedter Bodden mit seinen oft schilfgesäumten Ufern und ausgedehnten Waldflächen im Süden des Gemeindegebietes. Viele Urlauber suchen die Ruhe im von üppigem Baumbestand und Bodden umgebenen Ort, der seine erste urkundliche Erwähnung in einer Verkaufsurkunde des slawischen Rügenfürsten Witzlaw II. im Jahre 1278 fand.

Und so waren die Senioren auf ihren Zweirädern in dem vorpommerschen Landstrich unterwegs, als ihnen eine 90jährige Radfahrerin auf dem Radweg in Richtung Lüdershagen entgegenkam. Aus ungeklärter Ursache stieß diese mit einer 82-jährigen Radlerin aus der Gruppe zusammen, die wie sie selbst ein Pedilec benutzte. Dabei und bei dem unvermeidbaren Sturz im Anschluss verletzten sich beide Frauen schwer.

Das erkannte auch der bodengebundene Notarzt, der aus der Nachbarortschaft Barth zunächst zum Unfallort gerufen wurde. Er forderte zwei Rettungshubschrauber bei der Leitstelle Vorpommern-Rügen an. Unter anderem machten sich auch Pilot Bernd Rosenberger, Notarzt Dr. Lutz Fischer und Notfallsanitäter Enrico Wagner in Greifswald auf den Weg nach Fuhlendorf. In Greifswald ist der von der DRF Luftrettung betriebene Christoph 47 stationiert, der nach kurzem Flug bei den Radfahrerinnen ankam.

Gleich nach der Landung versorgten Fischer und Wagner die 82-Jährige, die sich beim Zusammenstoß ein lebensbedrohliches Polytrauma zugezogen hatte. Um durch den Aufprall auf dem Radweg möglicherweise verursachte Einblutungen in den Beckenbereich zu verhindern, legte ihr das medizinische Team der DRF Luftrettung zunächst eine sogenannte Beckenschlinge an. Der Seniorin wurde außerdem ein venöser Zugang zur Gabe von Medikamenten gelegt; sie musste aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen überdies intubiert und künstlich beatmet werden, ehe sie, gegen Erschütterungen auf einer Vakuummatratze gesichert und immobilisiert, von Christoph 47 zur Universitätsklinik Greifswald geflogen wurde. Dort kümmerten sich die bereits über die Ankunft der Luftretter informierten Ärzte umgehend um die weitere Behandlung der Sturzfolgen.

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