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06.02.2017 | News-Bericht

Zwei Unfälle im Wintersport-Eldorado Rennsteig

  • Christoph 60 landet direkt am Einsatzort
    Christoph 60 landet direkt am Einsatzort
  • Die Einsatzkräfte transportieren den verletzten Rodler zum Rettungshubschrauber
    Die Einsatzkräfte transportieren den verletzten Rodler zum Rettungshubschrauber

Sonnenschein, blauer Himmel, glitzernder Schnee: Das Wochenende Mitte Januar versprach ideale Bedingungen für Wintersportler am Rennsteig im Thüringer Wald. Doch auch bei schönstem Wetter ist Vorsicht geboten – dies mussten an jenem Sonntag eine Skispringerin und ein Rodler am eigenen Leib erfahren. Für sie endete der Abend unglücklicherweise im Krankenhaus.

Um 12:22 Uhr Alarm für „Christoph 60“ in Suhl:  Eine 13-jährige war bei einem Sprung von der Skischanze in Schmiedefeld zu Fall gekommen. Sie hatte sich am Knie verletzt und litt unter starken Schmerzen. Pilot Martin Hannig landete den Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung nur sieben Minuten später direkt am Unfallort, dem Auslauf der Sprungschanze. Da es sich um einen Skisprungwettbewerb handelte, waren die vorgehaltenen Einsatzkräfte des Rettungswagens und die Bergwacht schnell bei dem Mädchen gewesen. Um die kleine Patientin bodengebunden in die Klinik bringen zu können, hätte sie erst ca. 100 Höhenmeter durch den Wald zum Rettungswagen getragen werden müssen, da der Auslauf der Sprungschanze mit dem Fahrzeug nicht erreichbar war. „Schneller und schonender war daher der Flug mit dem Hubschrauber. Unser Notarzt verabreichte der jungen Patientin Schmerzmittel. Um das Knie zu stabilisieren, wurde die 13-Jährige vorsichtig auf eine Vakuummatratze gebettet. In nur fünf Flugminuten erreichten wir das Klinikum Suhl und übergaben das Mädchen an die behandelnden Ärzte“, berichtet der Suhler Pilot der DRF Luftrettung Martin Hannig.

Nur wenige Stunden später die nächste Alarmierung für „Christoph 60“: Ein Rodelunfall im ca. 17 km entfernten Wiedersbach. Einem Rodler war der vereiste Weg zum Verhängnis geworden: Er war mit einer solchen Wucht von seinem Schlitten gestürzt, dass er kurzzeitig sein Bewusstsein verloren hatte –  Verdacht auf Schädel-Hirn-Trauma. Gerade bei schweren Kopfverletzungen ist es wichtig, dass die Verunfallten nicht nur direkt notärztliche Hilfe am Einsatzort erhalten, sondern auch schnellstmöglich in einer geeigneten Klinik behandelt werden. „Auch hier konnten wir den Zeitvorteil mit unserem Hubschrauber wieder voll ausspielen. In nur sieben Flugminuten erreichten wir die Suhler Klinik“, erzählt Martin Hannig. 

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