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23.12.2016 | News-Bericht

Zwei Unfälle mit Pferden an einem Tag

  • Die Hubschrauber der DRF Luftrettung werden immer wieder zu Unfällen mit Pferden alarmiert. Zwei an einem Tag wie kürzlich in Bad Berka sind jedoch ungewöhnlich. Symbolbild.
    Die Hubschrauber der DRF Luftrettung werden immer wieder zu Unfällen mit Pferden alarmiert. Zwei an einem Tag wie kürzlich in Bad Berka sind jedoch ungewöhnlich. Symbolbild.

„Alles Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde!" Ein Satz, den viele Pferdefreunde ohne zu zögern unterschreiben würden. Doch gibt es im Umgang mit den beliebten Vierbeinern auch immer wieder schwere Unfälle. Denn die Fluchttiere bringen neben einem hübschen Äußeren auch erhebliche Kraft und großes Gewicht mit sich.

Die Luftretter aus Bad Berka wurden vor kurzem zu gleich zwei Einsätzen nach Reitunfällen an einem Tag alarmiert. Zuerst war die Besatzung um Pilot Michael Jansen südlich von Jena im Einsatz. Hier war junger Mann von einem Pferd ins Gesicht getreten und dadurch schwer verletzt worden. Der bodengebundene Notarzt hatte den Hubschrauber der DRF Luftrettung für den Transport in eine Spezialklinik nachalarmiert, da unter anderem ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zu befürchten war.

René Barthel, als Rettungsassistent im Dienst an diesem Tag, erklärt: „Bei Verdacht auf Schädel-Hirn-Trauma sind immer besondere Vorsicht und Eile geboten, denn oft ist das Leben der Patienten bedroht. Zudem kann eine Schädelverletzung langfristige Einschränkungen für die Patienten nach sich ziehen. Zu den möglichen Folgen zählen anhaltende Kopfschmerzen, motorische und geistige Störungen bis hin zum Koma. Wir flogen den Patienten, sobald er für den Transport vorbereitet war, daher schnellstmöglich und schonend in das Universitätsklinikum Jena."

Eine gute Stunde nach Einsatzende erreichte die zweite Alarmierung zu einem Pferdeunfall die Station: Eine Jugendliche war bei Naumburg vom Pferd gefallen, es gab Anzeichen für eine schwere Verletzung der Wirbelsäule. „Einen Teenager vor sich zu haben, der Angst hat, nie wieder laufen zu können, ist auch für uns nicht einfach", erzählt René Barthel. „Sie konnte aber Arme und Beine bewegen, was grundsätzlich ein gutes Zeichen ist. Wir übernahmen die junge Patientin von den Kollegen des bodengebundenen Rettungsdiensts, gaben Schmerzmittel und bereiteten alles für den schnellen Transport in eine Klinik vor."

Wenig später landete Michael Jansen „Christoph Thüringen" am Landeplatz des BG Klinikums Halle Bergmannstrost und die Crew übergab die junge Patientin mit den besten Genesungswünschen an die Ärzte des Klinikums.

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