18.10.2018 | News-Bericht

Zweijähriger wird von Auto erfasst

  • Schnell zur Stelle, um einem Zweijährigen in Lebensgefahr zu helfen: Christoph 49. Symbolbild.
    Schnell zur Stelle, um einem Zweijährigen in Lebensgefahr zu helfen: Christoph 49. Symbolbild.

Es ist der Alptraum aller Eltern: Das eigene Kind ist in einen Verkehrsunfall verwickelt. So geschah es letzte Woche in Frankfurt an der Oder. Eine 26-Jährige fuhr am frühen Abend gerade mit ihrem Wagen an, als sie aus bislang ungeklärter Ursache einen Zweijährigen erfasste, der sich vor ihrem Pkw befand. Der Junge erlitt bei dem Unglück schwere Verletzungen. Die Rettungsleitstelle Oderland entsandte umgehend Christoph 49 zur Einsatzstelle. Es war schon kurz vor Sonnenuntergang, als sich Pilot Holger Wolff, Hubschraubernotarzt Dr. Jörg Rößler und Notfallsanitäterin Yvonne Conrad in ihrer rot-weißen EC 135 auf den Weg nach Frankfurt machten.

Kurz darauf erreichte das Bad Saarower Team der DRF Luftrettung den Unfallort. Holger Wolff landete die Maschine „unmittelbar neben der Unfallstelle“, wie er berichtet. Rößler und Conrad stiegen sofort aus und liefen zu dem Zweijährigen, um den sich bereits eine Rettungswagenbesatzung kümmerte. „Wir fanden ein polytraumatisiertes, also schwerstverletztes Kind vor“, erzählt Pilot Wolff. Das medizinische Team der DRF Luftrettung leistete unverzüglich die Erstversorgung des Patienten, indem es seine Schmerzen stillte, ihn immobilisierte und mit dem mobilen Ultraschallgerät der DRF Luftrettung den Bauchraum untersuchte, um mögliche innere Verletzungen diagnostizieren zu können. Das Kleinkind, schildert Holger Wolff, sei daraufhin als zeitkritischer Patient eingestuft worden. Denn das Überrolltrauma, das der Junge erlitt, hatte schlimme Verletzungen zur Folge, die eine rasche Behandlung erforderten: Mehrere gebrochene Rippen, eine zusammengefallene Lunge sowie ein einseitiger Lungenabriss wurden festgestellt.

Nachdem Jörg Rößler und Yvonne Conrad den Kreislauf des Zweijährigen stabilisiert hatten, wurde das Kind bodengebunden zum nahegelegenen Klinikum Frankfurt/Oder transportiert. Erfreulicherweise nahm der schlimme Unfall aber einen positiven Ausgang: Der kleine Patient ist mittlerweile außer Lebensgefahr. Er hat keine Drainagen mehr am Körper und muss auch nicht mehr beatmet werden.

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