Aller guten Dinge sind drei

Im Tiefflug knattert Peter mit seinem rot-weiß lackierten Modellhubschrauber der DRF Luftrettung kreuz und quer übers Gemüsebeet. „Wenn ich groß bin, werde ich Hubschrauberpilot“, ruft er laut. „Und ich Ärztin!“, antwortet seine Schwester Hannah. „Voll coole Idee“, schaltet sich Nathalie ein, die im Nachbarhaus wohnt und jede freie Minute mit Peter und Hannah spielt. „Ich will nämlich Rettungsassistent bei der DRF Luftrettung werden, wie mein Papa. Dann können wir später ja alle zusammen im selben Hubschrauber arbeiten!“
Peter runzelt die Stirn. „Ach, und was macht so ein Rettungsdings?“ 
„Ganz viel macht der. Ohne den wärst du als Pilot und Hannah als Notärztin ganz schön aufgeschmissen.“ 
„Jetzt übertreibst du aber ...“ 
„Nein, gar nicht! Passt auf: ein Rettungsassistent...“ 

So macht lernen Spaß!

Die 9-Jährige plaudert munter darauf los. Sie erzählt, wie ihr Vater mit dem Flughafentower und den Rettungsleitstellen funkt. Wie er die Einsatzorte in das Navigationsgerät eingibt, die Patienten in den Kliniken anmeldet, damit dort gleich die Operation vorbereitet werden kann. Dass er sehr genau wissen muss, wie ein menschlicher Körper funktioniert, denn nur so kann er den Arzt auch unterstützen. Er weiß auch, wo ein Notruf eingeht, wer den Rettungswagen und den Hubschrauber alarmiert und wie die gesamte Rettung organisiert wird, bis der Patient im Krankenhaus ist.

„O je, da muss man bestimmt viel lernen, oder?“, will Peter wissen.
„Klar, aber das musst du als Pilot genauso“, entgegnet Nathalie, „aber wenn es spannend ist, macht das Lernen ja auch Spaß.“ 
„Und eine Ärztin muss gaaaaaaaanz lange studieren. So.“
Peter grinst und genießt es, dass seine Schwester für einen Augenblick sprachlos ist. 
„Genau, und wenn ich Rettungsassistent bin, helfe ich allen drei“, nutzt Nathalie die Gunst der Sekunde. „Dem Pilot, dem Notarzt und dem Patienten.“