Daher weht der Wind

 „Meinst du, das genügt?“, fragt Marie ihren Bruder. Zum runden Geburtstag ihrer Mutter haben Jonas und sie jede Menge bunte Luftballons aufgepustet. Das Brüderchen nickt – und Marie lässt verschmitzt ihren Luftballon sausen! Laut knatternd flitzt er an die Zimmerdecke, dabei strömt durch seine Öffnung kräftig Luft aus.

Starkwind beim Hubschrauberstart

Bei einem startenden Hubschrauber funktioniert das ähnlich. Beim drehenden Hauptrotor strömt ebenfalls Luft nach unten: Dabei ist wesentlich, wie groß die Menge Luft ist, die die Rotorblätter Richtung Boden drücken, und wie stark die Luft dabei beschleunigt wird. Wenn der Luftballon euch zum Beispiel beim Aufblasen aus Versehen mal zwischen den Lippen durchrutscht, spürt ihr, wie stark der Wind ist.

So könnt ihr zumindest eine Ahnung davon bekommen, wie viel stärker der Wind bei einem Hubschrauber sein muss. Alles, was lose unter einem landenden Hubschrauber liegt und nicht schwer genug ist, wird in die Luft gewirbelt und kann Schaden anrichten. Besonders die Augen müsst ihr schützen, indem ihr weit genug weg geht und euch vom Hubschrauber abwendet. Schlau seid ihr, wenn ihr vorher wegräumt, was herumfliegen kann. Nicht nur Kleidungsstücke und Decken gehören dazu, selbst euer kleines Fahrrad kann unfreiwillig fliegen lernen. Nach der Landung drehen der schwere Hauptrotor und der tiefer liegende Heckrotor noch bis zu zwei Minuten nach. Ihr dürft euch dem Hubschrauber erst nähern, wenn die Rotoren zum Stillstand gekommen sind – und auch nur dann, wenn die Besatzung aus dem Hubschrauber ausgestiegen ist, euch sieht und ein Zeichen zum Näherkommen gibt.
Bis dahin solltet ihr euch unbedingt vom Hubschrauber fernhalten und auch anderen, die vielleicht schon früher hinwollen, erklären, warum sie dies besser nicht tun. Wenn ihr all diese Regeln beachtet, unterstützt ihr die fliegenden Retter dabei, kranke oder verletzte Menschen so schnell wie möglich zu versorgen.