Was Hubschrauber und Windmühlen gemeinsam haben

Bestimmt habt ihr im Urlaub oder bei einem Ausflug aufs Land schon einmal eine Windmühle gesehen. Das sind Häuser mit einem großen Flügelrad vorne dran. Wenn der Wind das Rad in Bewegung setzt, fangen die großen Mühlsteine an sich zu drehen und Korn zu Mehl zu mahlen. Das haben die Menschen schon vor vielen tausend Jahren so gemacht, als es noch keine Elektrizität gab.
Die Erfinder des Hubschraubers haben bei den Windmühlen ganz genau hingeschaut und sich gedacht: „Wenn der Wind ein Mühlrad antreiben kann, dann muss das Ganze doch auch folgendermaßen funktionieren: Man treibt ein Flügelrad an und lässt sich davon ziehen. Beim Hubschrauber eben nach oben.“

Flügel schaufeln Luft

Gedacht, getan. Das Universalgenie Leonardo da Vinci, der auch die berühmte Mona Lisa gemalt hat, konstruierte vor über 500 Jahren eine Flugspirale, die er „helix pterion“ nannte, woraus später der Name Helikopter entstand. Doch da der Motor damals noch nicht erfunden war, konnte die Spirale nicht genug Luft in Richtung Boden drücken, um abzuheben. Das schaffte erst ein Professor namens Focke im Jahr 1937.
So wie die Flügel der Windmühle drehen sich die Rotorblätter des Hubschraubers. Wenn sie schnell genug große Mengen Luft nach unten schaufeln, reicht es für das Gewicht des Hubschraubers und er schwebt. Das funktioniert nach demselben Prinzip wie ein aufgeblasener, aber nicht zugeknoteter Luftballon. Wenn du ihn loslässt, zischt er durch die Luft. Dabei stößt er Luft nach hinten weg und saust so nach vorne. Um die Flugrichtung zu ändern, macht der Pilot folgendes: Er stellt über seinen Steuerhebel im Hubschrauber die Rotorblätter an einer Seite steiler und an der gegenüberliegenden Seite flacher. Dann pusten sie mal mehr und mal weniger und der Hubschrauber fliegt in die Richtung, in die der Rotor gekippt wird. Das ist ganz ähnlich wie bei dem Rollo vor eurem Fenster, dieses könnt ihr auch so verstellen, dass viel oder wenig Licht in euer Zimmer fällt. Das Praktische daran ist, dass dann auch keine neugierigen Nachbarskinder mehr in euer Zimmer spicken können.