Wie Luft verdrängt wird oder Warum ein Flugzeug fliegt

Eigentlich kann das doch gar nicht gehen. Federleichte Schneeflocken fallen zu Boden, aber ein tonnenschweres Flugzeug fliegt tausende von Kilometer weit durch die Luft. Habt ihr euch schon Mal gefragt, wie das sein kann? Also passt genau auf, denn die Fliegerei ist ganz schön kompliziert:

Luft wegdrücken und ansaugen

Wie Wasser oder Erde besteht Luft aus vielen kleinen Teilchen, ihr könnt sie nur meistens nicht sehen. Dafür könnt ihr die Teilchen umso besser spüren! Bewegt doch mal eine Hand ganz schnell durch die Luft. Spürt ihr, wie die die Luftteilchen ganz leicht an der Haut entlang gleiten? Beim Fahrradfahren merkt ihr den Luftwiderstand schon deutlich, die Luftteilchen lassen sich nicht mehr so leicht wegdrücken. Und bei einer flotten Autofahrt kostet es richtig Kraft, die Hand nur ein kleines Stück aus dem offenen Fenster heraus zu halten. Leichter geht’s, wenn ihr die Hand leicht schräg nach oben haltet, dann trägt der Fahrtwind die Hand sogar. Das liegt daran, dass ganz schnell ganz viele Luftteilchen nach unten weg gedrückt werden. Eine Hand gibt aber keinen so guten Flügel ab, da gibt es viel bessere Formen, damit Flügel gut tragen. Diese Formen nennt man übrigens Profile. Sie sind so geschickt gestaltet, dass sie auf der Oberseite von der Luft angesaugt werden und auf der Unterseite Luft nach unten wegdrücken.

Doch das Profil der Flügel ist nicht allein der Grund, warum ein Ambulanzflugzeug der DRF Luftrettung fliegen kann. Der Jet muss auch turboschnell werden, damit genügend Luft um die Flügel strömt, um sein Gewicht zu tragen. Deswegen braucht er auch die lange Startbahn. Vor dem Abheben ist er schneller als mancher Sportwagen, sonst reicht die Kraft an den Flügeln nicht zum Fliegen. So, und jetzt geht zu euren Eltern und fragt sie, warum Flugzeuge fliegen können. Wetten, ihr könnt es besser erklären?