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Mitarbeiter IT | Portrait

Andreas Görzen

Es macht mir Spaß, anderen die Arbeit zu erleichtern.

Wenn Andreas Görzen an die Jahre nach der Schulzeit denkt, erinnert er sich vor allem an Ungewissheit und Unzufriedenheit: „Nach meiner Lehre zum Nachrichtengerätemechaniker hatte ich verschiedene Jobs, aber so wirklich glücklich war ich mit keinem.“ Ein Praktikum brachte ihn schließlich zur Softwareentwicklung – und damit auf den richtigen beruflichen Weg. „Routinearbeiten mochte ich nie, ich brauche ständig etwas Neues“, erzählt der gebürtige Oberfranke. „Ich arbeite mich gerne durch komplexe Themen, versuche zu verstehen, wie Dinge funktionieren. Als Informatiker steht man häufig vor genau dieser Herausforderung.“

Ein Jobangebot lockte ihn und seine Familie in den Raum Stuttgart. „Schon damals war ich zuständig für eine Datenbank, in der man alle Vorgänge einer Organisation abbilden kann.“ Die DRF Luftrettung nutzt die gleiche Software, unter anderem zur Fakturierung von Einsätzen. Als die gemeinnützig tätige Organisation Ende 2009 einen IT-Experten in diesem Bereich suchte, nutzte Andreas Görzen die Chance. „Der Reiz war groß, denn die Software bietet Unternehmen viele fertige Module, aber nur wenige für den Bereich der Luftrettung. Es klang nach einer schönen Herausforderung. Schon beim Vorstellungsgespräch sagte mein Chef: Langweilig wird es hier nie. Da hatte er recht.“

Seit 2010 ist Andreas Görzen bei der DRF Luftrettung für die „Prozessoptimierung mittels IT-Unterstützung“ verantwortlich. Dazu gehört zum Beispiel die digitale Ablage, aber auch ein neues System namens HEMSDER. „Weil immer mehr Nachweise notwendig sind, müssen unsere Besatzungen heute deutlich mehr Daten eingeben als früher. Mit HEMSDER haben wir die Erfassung und Abrechnung von Einsätzen an allen Luftrettungsstationen vereinheitlicht und vereinfacht“, erklärt der IT-Experte. „Bis vor Kurzem hatten die DRF Luftrettung und ihre Tochtergesellschaften noch kein einheitliches System und unterschiedliche Prozesse. Dies brachte einen hohen Aufwand an Wartung und Weiterentwicklung mit sich. Statistische Auswertungen von Einsatzzahlen, Flugzeiten oder Fehleinsätzen, die wir zum Beispiel zur Vorlage bei Krankenkassen benötigen, waren ebenfalls schwierig.“

Im Sommer 2014 hatten Projektleiter Andreas Görzen und sein Team mit der Umsetzung begonnen, bis Ende des Jahres musste alles fertig sein. „Der Zeitplan war eng, aber die Zusammenarbeit mit den Kollegen aus den Bereichen Medizin, Flugbetrieb, Buchhaltung, Partnermanagement und dem technischen Betrieb sowie den Dienstleistern hätte nicht besser laufen können. Die Resonanz der Kolleginnen und Kollegen, die mit dem neuen System arbeiten, ist hervorragend. Obwohl wir gerade erst anfangen von der Neuerung zu profitieren, sieht man bereits, dass sich der enorme Aufwand gelohnt hat.“

Andreas Görzen ist glücklich darüber, Teil der DRF Luftrettung zu sein: „Die Kollegen sind super und es macht mir Spaß, Lösungen zu entwickeln, um anderen die Arbeit zu erleichtern."