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Rettungsassistent | Portrait

Bert Kühnapfel

Von der Küste bis zu den Alpen. Wir sind überall vor Ort ... ... 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche geben wir Menschen Sicherheit und Hoffnung. 

Über Vorträge und Weiterbildung kam der 49-Jährige zur Luftrettung

Vor 30 Jahren begann Bert Kühnapfel seine Ausbildung als Krankenpfleger, damals noch in der DDR. Es folgten Positionen als Stationsleiter und im Arbeitszeitmanagement einer Klinik. Über Vorträge und Weiterbildung kam der 49-Jährige zur Luftrettung – und arbeitet seitdem nebenberuflich als Leitender Rettungsassistent für die Station in Halle.

Rettungsassistent mit Leib und Seele

Tag- und Nachtdienste bestimmen seit 20 Jahren Bert Kühnapfels Arbeitstage. Das runde Dienstjubiläum, das er Anfang 2011 gefeiert hat, ist für ihn kein Grund zum Rückblick. Kühnapfel, Rettungsassistent mit Leib und Seele, lebt ganz im Jetzt.

Resultat der Familiengeschichte

»Jeder sollte wissen, dass man nur dieses eine Leben hat, man muss es würdigen. Das, was wir täglich tun, ist wichtig.« Für den ruhigen, strukturierten Mann ist diese Haltung auch Resultat seiner Familiengeschichte. Zu DDR-Zeiten verunglückte sein Bruder tödlich. »Ab und zu stellt man sich schon die Frage, ob er noch leben könnte, wenn es damals in der DDR schon die Luftrettung gegeben hätte.« Als Leitender Rettungsassistent der Station in Halle ist er monatlich für fünf Dienste eingeteilt. Tag- und Nachtschichten wechseln sich mit Ruhezeiten ab. Hauptberuflich ist er bei einer Klinik in Halle angestellt. Den Dienst bei der DRF Luftrettung absolviert er in seiner Freizeit.

Pilot, Notarzt und Rettungsassistent: Teamplayer aus Überzeugung.

Die Routine der regelmäßigen Flüge ist für Kühnapfel wichtig, »damit man in der Übung bleibt, im Team drin ist und die Technik jederzeit beherrschen kann. Will ein Team auf engem Raum und unter hohem Druck die beste Leistung bringen, muss jeder seine Rolle kennen und sich auf die anderen blind verlassen können. Rettungsassistenten sind das Verbindungsglied zwischen Pilot und Arzt. Ohne Offenheit und Einfühlungsvermögen ist dieser Job nicht machbar.« Einsatzgebiet für die Station Halle ist ganz Sachsen-Anhalt. »Der tägliche Rieseneinsatz inklusive Abseilen, gefährlicher Landung und Dauer-Reanimation ist ein Klischee der TV-Serien«, sagt er schmunzelnd. »Aber deswegen ist unsere Arbeit nicht weniger eine Herausforderung.« Es ist vor allem der Transport von Intensivpatienten, der ihn und seine Kollegen beansprucht und sie in schweren Fälle auch bis ins Berliner Herzzentrum fliegen lässt. »Wir Assistenten sind ganz dicht am Patienten dran. Wir bereiten sie für den Transport vor, laden sie ein, verkabeln sie im Hubschrauber mit den medizinischen Geräten und sind einfach präsent. Mir ist es wichtig, von Mensch zu Mensch zu sprechen, wirklich da zu sein.«

Auch mal die Hände "schmutzig" machen

Die Zeit zwischen den Einsätzen gehört ganz den Unterlagen und Formularen, die auszufüllen sind. »Däumchendrehen ist nicht«, sagt Kühnapfel. Er hält den Kontakt zu den Krankenkassen, kümmert sich um Checklisten für Medikamente und Geräte, kontrolliert die Ausrüstung der medizinischen Notfallrucksäcke und macht seine Hände schmutzig bei der wöchentlichen Großreinigung der zwei stationseigenen BK 117 Hubschrauber. Der körperliche Aspekt der Arbeit, so Kühnapfel, sei nicht zu unterschätzen. Aber damit aufhören? »Nein. Meine Arbeit wird anerkannt und sie macht absolut Sinn. Was will man mehr?«

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