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Pilot | Portrait

Christian Wieloch

Es ist einfach ein gutes Gefühl, Menschen in Not helfen zu können.

Die Rettungsfliegerei an sich ist Christian Wieloch keineswegs unbekannt, und doch sind die ersten Tage bei der DRF Luftrettung ganz anders als das, was der Pilot bisher erlebt hat. Mehrere Jahre war der 30-Jährige für die Bundeswehr im Einsatz, wurde zuletzt in Afghanistan eingesetzt, um bei Kämpfen verwundete Soldaten aus den Lagern abzuholen und schnellstmöglich ins Krankenhaus nach Mazar-e Sharif zu fliegen. In der Hauptstadt der Provinz Balkh im Norden Afghanistans befindet sich auch das Hauptlager der Bundeswehr, hier war Christian Wieloch die letzten Jahre über eingesetzt.

Den Schritt in die zivile Luftrettung hatte er schon länger vor Augen, nun hat er ihn gewagt: Seit März ist er Co-Pilot bei der DRF Luftrettung. „Ich benötige noch weitere Flugstunden, um Kapitän werden zu können. Die Möglichkeit als Co-Pilot mitzufliegen ist für mich die beste Variante, um die Abläufe und Besonderheiten der zivilen Luftrettung kennenzulernen, die sich stark von der militärischen unterscheidet. Die Verfahren sind anders, vieles ist Neuland für mich“, erzählt der Memminger. Zunächst wird Christian Wieloch zwischen den 24-Stunden-Stationen wechseln und bei den nächtlichen Einsätzen den Piloten im Cockpit unterstützen. Bisher war er in Bad Berka und Regensburg im Einsatz, an diesen Stationen werden Nachtsichtgeräte eingesetzt, sogenannte NVGs (Night Vision Goggles). „Diese kenne ich bereits von der Bundeswehr, doch die NVGs der DRF Luftrettung sind neuere Geräte, die zum Beispiel leichter sind. Generell verfügen die rot-weißen Hubschrauber über eine hervorragende technische Ausstattung.“

Neu sind für ihn die medizinischen Aspekte: „Bei der Bundeswehr hatte ich damit keine Berührungspunkte, dort ging es allein um den fliegerischen Aspekt. Bei der DRF Luftrettung ist man als Teammitglied in die Abläufe involviert, erfährt medizinische Details, die auch für die Arbeit von Piloten relevant sein können. Schon in den ersten Tagen habe ich wahnsinnig viel dazugelernt.“ In besonderer Erinnerung blieb ihm etwa der nächtliche Transport einer schwangeren Frau an Bord des in Bad Berka stationierten Hubschraubers. „Medizinisch deutete alles darauf hin, dass das Kind mit einem Herzfehler auf die Welt kommen würde. Daher musste die Frau in eine geeignete Klinik gebracht werden, wo das Neugeborene schnell operiert werden könnte. Wir haben also einem Menschen geholfen, noch bevor er das Licht der Welt erblickt hat.“

Flüge bei Nacht über den Thüringer Wald, die Landung auf einem vom Flutlicht beleuchteten Fußballplatz oder auf einer von der Feuerwehr ausgeleuchteten Straße – viel Neues hat Christian Wieloch an den ersten Tagen bereits gelernt. Schon bald möchte der 30-Jährige als Kapitän an Bord des Hubschraubers zu lebensrettenden Einsätzen starten können. Und bereits jetzt ist er glücklich über seinen Wechsel zur DRF Luftrettung: „Die Abläufe sind spannend, die Arbeit ist vielseitiger. Die Teams in Bad Berka und Regensburg haben mich herzlich empfangen, sie unterstützen mich sehr, ich fühlte mich vom ersten Tag an als gleichwertiges Crew-Mitglied. Und es ist einfach ein gutes Gefühl, Menschen in Not helfen zu können.“

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