Sie sind hier

Rettungsassistent | Interview

Christoph Lind

Leben retten ist immer Teamarbeit.

Rettungsassistent mit Leib und Seele

Seit 2006 gehört Christoph Lind zur medizinischen Flugzeugbesatzung der DRF Luftrettung. Er ist Rettungsassistent mit Leib und Seele. Über die Herausforderungen und Besonderheiten sprachen wir mit ihm.

Unsere Frage: Herr Lind, was ist für Sie das Besondere an Ihrem Beruf?

Herr Lind: Er wird nie eintönig. Bei jedem Einsatz haben wir es mit verschiedenen Erkrankungen, Verletzungen und einem jeweils anderen Patienten zu tun. Die jeweilige intensivmedizinische Therapie ist immer individuell auf den Patienten ausgerichtet.

Unsere Frage: Sie haben Ihre Wahl für die Luftrettung längst getroffen. Worin sehen Sie bei Ihrer beruflichen Tätigkeit Unterschiede zum bodengebundenen Rettungsdienst?

Herr Lind: Bei Repatriierungsflügen ist die Betreuung des Patienten viel intensiver. Zum einen dauert sie länger, als bei Transporten im Rettungswagen. Zum anderen ist der Kontakt zum Patienten aufgrund der Enge im Flugzeug ein ganz anderer, auch auf emotionaler Ebene. Viele unserer Patienten sind sehr schwer erkrankt oder verletzt, da benötigt es auch eine gehörige Portion Empathie seitens der medizinischen Besatzung.

Unsere Frage: Ihr Beruf bringt es mit sich, dass Sie oft tagelang von Zuhause weg sind. Wie schaffen Sie es, Berufs- und Privatleben zu vereinbaren?

Herr Lind: Meine Frau ist sehr kompromissbereit. Sie weiß, dass ich mit meiner Tätigkeit in der Luftrettung meinen beruflichen Traum verwirklicht habe. Das wusste sie schon, als wir geheiratet haben, daher ist es mein Dienstplan nie wirklich ein Thema zwischen uns.

Unsere Frage: Und ihr Sohn?

Herr Lind: Naja, der freut sich umso mehr, wenn der Papa nach ein paar Tagen wieder zuhause und dann ganz für ihn da ist.

Unsere Frage: Ganz für jemanden da sein – das müssen Rettungskräfte Tag für Tag. Welchen Rat würden Sie jemanden geben, der gerne Rettungsassistent werden möchte. Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Herr Lind: Schon allein aufgrund der Wechselschichten muss man belastbar und daher körperlich fit sein. Erforderlich ist außerdem ein hohes Maß an Flexibilität und sozialer Kompetenz. Und die Kommunikation mit Menschen muss einem liegen, denn Leben retten ist immer Teamarbeit.

Unsere Frage: Wenn Sie jetzt eine Entscheidung für Ihre Berufswahl treffen müssten: Würden Sie wieder so entscheiden?

Herr Lind: Ganz klar: Ja.

Die Station zum Beitrag:

Standorte DRF Luftrettung

Auswählen und mehr erfahren

Von wo starten unsere Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge zu ihren Einsätzen? Wer koordiniert eine Patientenrückholung aus dem Ausland? Und wo wird unsere Flotte eigentlich gewartet? Lernen Sie die Hubschrauberstationen, das Operation-Center und den Ambulanzflugbetrieb der DRF Luftrettung kennen. Mit einem Klick auf eine unserer Stationen können Sie den jeweiligen Einsatzradius des Hubschraubers erkennen. Weitere Einblicke und Hintergrund- informationen erhalten Sie auf den Stationsseiten.

Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

Alle Standorte