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Pilot | Portrait

Dietmar Gehr

Oft ist die schnellste Rettung die Luftrettung und das ist genau mein Anspruch an mich selbst. Ich will unter den gegebenen Bedingungen das Maximum für jeden einzelnen Patienten herausholen. Jeden Tag.

Unser Münchner Stationsleiter und Pilot

Er war Schreiner, Architekturstudent und steuerte für die Bundeswehr Helikopter. Heute arbeitet er als Hubschrauberpilot und Stationsleiter der DRF Luftrettung in München. Weil seine Erfahrung und sein Können jetzt in eine Aufgabe fließen, die für ihn Sinn macht. Sein Job spielt sich nicht nur über den Wolken ab, sondern auch auf dem Boden. Im vergangenen Jahr betreute er zwischen seinen Einsätzen den Neubau der Münchner Station, die er auch leitet. Seit Juli 2011 ersetzt das feste Dach über dem Kopf die Containerlandschaft, in der die Station bislang untergebracht war.

Pilot, Notarzt und Rettungsassistent: Ein Team

„Piloten sagt man nach, dass sie individuell sind. Durch kein Raster passen“, sagt er. „Ärzte und Rettungsassistenten haben ebenso wie wir ihre ganz eigene Denkweise und ihren Kompetenzbereich. Aber wir alle tragen die Verantwortung für den Patienten gemeinsam. Keiner kann es sich leisten, die Meinung des anderen zu ignorieren.“ In München arbeiten die Piloten nach dem Blockmodell: Sieben Tage ist die Station rund um die Uhr nicht nur ihr Arbeits-, sondern auch ihr Lebensmittelpunkt. Danach stehen sieben Tage zu Hause an. „Es ist eine reine Männer-WG“, so Gehr, „die sich Küche und Gemeinschaftsraum teilt.“ Möglichkeit zum Rückzug bieten kleine Einzelzimmer. Dienst- und Ruhezeiten werden strikt eingehalten. Und jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag steht der Schichtwechsel an. Insgesamt 30 Intensivmediziner, 20 Rettungsassistenten und acht Piloten arbeiten so zeitversetzt an der Station.

Jährlich 350-mal im Cockpit

Im Durchschnitt fliegt Gehr pro Jahr 350 Einsätze mit dem Intensivtransporthubschrauber des Typs EC 145. Eine Arbeit unter Zeitdruck, die vor allem nachts hohe Professionalität voraussetzt. Die in München seit 2009 eingesetzten Night Vision Goggles erleichtern die optische Orientierung in der Dunkelheit extrem. Die am Pilotenhelm befestigten Brillen verstärken das in der Nacht vorhandene Restlicht. München ist die erste Luftrettungsstation in Deutschland, die diese ursprünglich für das Militär entwickelten Geräte zivil nutzt.

Im Einsatz für Menschenleben

Angefordert werden Gehr und seine Kollegen überwiegend für den Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken, bei Bedarf auch für die Notfallrettung. Manchmal fliegt er gegen schlechtes Wetter an, manchmal gegen einen rapide schlechter werdenden Gesundheitszustand des Patienten. Und dann gibt es motivierende Augenblicke wie diesen: wenn sich auf einem Krankenhauslandeplatz zwei Teams der DRF Luftrettung treffen. Das eine bringt ein Herz, Gehrs Team das Kind, dem es transplantiert werden soll: „Die Hoffnung in den Augen der Eltern zu sehen, die ihr schwer krankes Kind in einer Spezialklinik angekommen wissen und wieder Mut fassen, das war unbeschreiblich.“ „Piloten sind Piloten, weil sie fliegen wollen. Aber wir bei der DRF Luftrettung bewegen mehr als nur Fluggeräte“, sagt Gehr.

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