Sie sind hier

Notärztin | Portrait

Dr. Ulrike Lamp

Die größte Herausforderung ist immer der nächste Einsatz. Nicht zu wissen, was einen erwartet, schnell die gesamte Situation vor Ort erfassen zu müssen, um eine Entscheidung im Sinne des Patienten zu treffen. Und auch zu akzeptieren, dass die Dinge sich extrem rasch brisant und schwer entwickeln können.

Unsere Notärztin in Niebüll und Rendsburg

Gelassenheit ist Voraussetzung, wenn man ein Leben führt wie Dr. Ulrike Lamp. Die 55-jährige ist Mutter von fünf Kindern und Anästhesistin der Hamburger Asklepios-Klinik Barmbek. Sie arbeitet neben ihren Intensivschichten zusätzlich als Medizinerin für den Rettungsdienst Hamburg und seit zehn Jahren für die DRF Luftrettung in Rendsburg und Niebüll – Nachtschichten an der 24-Stunden-Station in Rendsburg inklusive. „Innere Ruhe ist die halbe Miete für alles, was ich tue“, so definiert sich Dr. Lamp selbst. „Gelassenheit setzt vor allem voraus, dass man sich sicher fühlt, auf sein eigenes Können und Wissen vertraut und es jederzeit abrufen kann.“ Und dieses Vertrauen hat sie.

Notärztin als Berufung

Fragt man sie was sie antreibt, dann kommt die Antwort recht deutlich. „Mitverantwortung übernehmen, sich zuständig fühlen. Und das Selbstbestimmungsrecht des Patienten respektieren.“ Technische und medizinische Höchstleistung geben ihr einen Rahmen, aber ebenso der Faktor Mensch.

Trotz der Schnelligkeit, die ihre Arbeit für die DRF Luftrettung verlangt, nimmt sie sich bewusst Zeit, um sich jedes Mal neu auf den Menschen einzustellen, der als Patient ihre Hilfe braucht. „Wenn es die Umstände ermöglichen, versuche ich den Patienten als Teil seines Umfelds zu verstehen, seine Persönlichkeit zu erfassen. Das gehört für mich einfach zum Handwerk einer Notärztin dazu.“

Besondere Einsätze bleiben in Erinnerung

In Erinnerung bleiben ihr Einsätze wie dieser: Ein Bauarbeiter wird bei einem Unfall förmlich unter einer Straßenwalze begraben. Das Team der DRF Luftrettung startet mit dem Hubschrauber in Rendsburg, braucht nur ein paar Minuten zum Unfallort an der Küste, landet unter extrem schwierigen Bedingungen und organisiert mithilfe von Passanten einen Trecker von einem nahegelegenen Bauernhof, der die Walze anhebt. Währenddessen arbeiten Dr. Lamp und ihr Rettungsassistent Hand in Hand, verabreichen narkosenahe Schmerzmittel, intubieren den Patienten und bereiten den Transport vor. Nur 20 Minuten nach Einsatzbeginn landen sie mit dem Verunfallten wieder in Rendsburg. Er überlebt, schwer verletzt. Ohne den Hubschraubereinsatz wären seine Überlebenschancen bei Null gewesen. „Trotzdem, sagt Dr. Lamp, liegt die Schnelligkeit unserer Arbeit in unserer Ruhe. Und im Zusammenspiel des Teams.“

Helfen Sie jetzt. Und damit auch der Station Rendsburg

Egal ob großer oder kleiner Betrag: Mit jeder Spende helfen Sie uns die Betreuung unserer Patienten zu verbessern.

Freie Eingabe durch Klick ins Zahlenfeld.

Die Station zum Beitrag:

Standorte DRF Luftrettung

Auswählen und mehr erfahren

Von wo starten unsere Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge zu ihren Einsätzen? Wer koordiniert eine Patientenrückholung aus dem Ausland? Und wo wird unsere Flotte eigentlich gewartet? Lernen Sie die Hubschrauberstationen, das Operation-Center und den Ambulanzflugbetrieb der DRF Luftrettung kennen. Mit einem Klick auf eine unserer Stationen können Sie den jeweiligen Einsatzradius des Hubschraubers erkennen. Weitere Einblicke und Hintergrund- informationen erhalten Sie auf den Stationsseiten.

Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

Alle Standorte