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Mitarbeiterin DRF e.V. | Portrait

Elke Polczer

Luftrettung wäre ohne unsere Förderer und Spender nicht möglich.

Mit 21 Jahren hat Elke Polczer ihr Herz für die DRF Luftrettung entdeckt und dort 1975 als Buchhalterin begonnen. Heute arbeitet sie in der Förderer- und Spenderbetreuung und nimmt sich alle Zeit für Fragen und sämtliche Anliegen der Fördermitglieder im DRF e.V.

Wenn Elke Polczer den Hörer abnimmt, ist sie ab der ersten Silbe bei ihrem telefonischen Gegenüber. „Jeder Anruf eines Förderers ist für uns sehr wichtig, ganz gleich, welches Anliegen er hat“, sagt die langjährige Mitarbeiterin. „Am Telefon begegnen mir die verschiedensten Charaktere, auf die ich mich innerhalb kürzester Zeit einstelle“, erklärt sie den Reiz ihrer Tätigkeit, die sie seit fast 20 Jahren in der Förderer- und Spenderbetreuung ausführt.

Sie ist für alle Anfragen der Förderer zuständig, ob telefonisch oder schriftlich. Wer zum Beispiel einen neuen Ausweis benötigt, eine Zuwendungsbestätigung oder eine Rechnungskopie, ist bei Elke Polczer an der richtigen Adresse. Sie erklärt, wie eine Alarmierung vor sich geht und wie die Voraussetzungen sind, dass ein Förderer von der DRF Luftrettung aus dem Ausland zurückgeholt wird. Auch das Bearbeiten von eingehenden Schriftstücken, Anfragen, Widerrufen oder Kündigungen etc. fällt in ihren Aufgabenbereich. „Wenn ich mit meinen Argumenten erreiche, dass der Förderer über seine Kündigung noch einmal nachdenkt, gehe ich abends mit einem guten Gefühl nach Hause“, berichtet die gebürtige Rheinländerin. Die Menschen seien am Telefon manchmal irritiert und hätten nicht immer Verständnis für Veränderungen, wie etwa im vergangenen Jahr bei der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Umstellung auf das SEPA-Verfahren im bargeldlosen Zahlungsverkehr. „Daher ist es umso wichtiger, dass ich den Anrufern mit Geduld und Verständnis begegne“, beschreibt sie eine weitere, tägliche Herausforderung.

Viele Facetten kennengelernt

„Man muss ein Gespür für Bedürfnisse entwickeln. Zuweilen steckt hinter dem eigentlichen Grund des Anrufs ein tiefes menschliches Anliegen. Ich erlebe es zum Beispiel regelmäßig, dass Menschen, die ihre Familienmitgliedschaft in eine Einzelmitgliedschaft ändern möchten, vor allem über den Schicksalsschlag reden möchten, den sie vor Kurzem erlitten haben. Dann höre ich gerne zu und helfe so auf meine Weise.“

In ihren 40 Berufsjahren bei der DRF Luftrettung hat Elke Polczer viele Facetten der Luftrettungsorganisation kennengelernt. Begonnen hat sie ihre Tätigkeit im Sommer 1975 in der Buchhaltung: „Wir waren anfangs nur ein kleines Team, voll Engagement für den Aufbau der DRF Luftrettung.“

Als 1976 ihre Tochter Susanne zur Welt kam, war es für Elke Polczer selbstverständlich, dass sie weiterhin zur Verfügung stand und ihr Kind manchmal mit an ihren Arbeitsplatz nehmen durfte, um für die DRF Luftrettung einsatzbereit zu sein. In ihrem langen Berufsleben war sie schon mit zahlreichen Aufgaben betraut: „Ich war nach der Geburt der Tochter als Sekretärin im medizinisch und technisch organisierten Bereich tätig und auch dafür zuständig, dass die medizintechnischen Geräte termingerecht gewartet wurden, dass die Besatzungen funktionstüchtige Funkgeräte hatten und habe vor und während verschiedener Fortbildungen für Ärzte und Rettungsassistenten die Teilnehmer betreut“, berichtet die kaufmännische Mitarbeiterin. Auch engagierte sie sich für die deutsche Normungsarbeit im Bereich Luftrettung, als Anfang der 1990er-Jahre eine DIN-Norm zur allgemeinen Ausstattung und zu speziellen Anforderungen von Luftfahrzeugen für den Patiententransport herausgegeben wurde. Nicht zuletzt war sie auf zahlreichen Messen und Ausstellungen aktiv, um dort auch neue Förderer für die DRF Luftrettung zu gewinnen: „Damals fing meine Laufbahn in der Förderer- und Spenderbetreuung indirekt schon an.“

Altersteilzeit ist für die lebensfrohe Frau keine Option: „Ich mache weiter bis zum Eintritt ins Rentenalter.“ Wenngleich sie für ihre Zeit nach dem Beruf schon jetzt jede Menge Pläne hat: „Dann kommt wieder ein Hund ins Haus. Außerdem möchte ich mehr Zeit mit meinen Enkelkindern verbringen. Und wieder Gelegenheit fürs Mikroskopieren und Fotografieren finden – eine große Leidenschaft von mir.“ Sie wird ihren Jahren auch dann so viel Leben wie möglich geben. Wie sie es schon immer getan hat.