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Pilot | Portrait

Heiko und Peter Unterburger

In der Luftrettung können wir mit der Fliegerei dazu beitragen Leben zu retten. Das ist, worauf es wirklich ankommt.

Sie sind Vater und Sohn, beide Piloten bei der DRF Luftrettung: Für Peter und Heiko Unterburger ist das Fliegen Berufung. Beide haben das Hubschrauberfliegen bei der Bundeswehr gelernt. Doch während Vater Peter erst 2012 nach 35 Dienstjahren ausgeschieden ist, hat Sohn Heiko das Militär bereits nach 14 Jahren verlassen. Beim Abschiedsflug des Vaters sind beide zusammen in einem Hubschrauber-Cockpit gesessen und gemeinsam geflogen – „mit einem Tiger!“, erzählt Peter Unterburger.

Der Kampfhubschrauber der Bundeswehr gehört neben der BO 105 und der H 145 zu den Mustern, die ihn fliegerisch am meisten faszinieren bzw. mit denen er viel Erfahrung gesammelt hat. „Insgesamt habe ich rund 13.000 Flugstunden im Logbuch stehen, davon 7.000 mit dem Hubschrauber und 6.000 mit dem Flugzeug“, berichtet der erfahrene Pilot, der schon während seiner Bundeswehr-Zeit freiberuflich für die HDM Luftrettung geflogen ist. Bis heute gehört Peter Unterburger, der im fränkischen Greding eine eigene Flugschule für Ultraleicht-Flugzeuge betreibt, zu den freiberuflichen Piloten der DRF Luftrettung. „Ich sitze im Monat etwa für acht Nächte als Co-Pilot im Cockpit der Münchner H 145. Manchmal werde ich auch in Regensburg, Nürnberg, Bad Berka oder Berlin eingesetzt – und zwar fast ausschließlich nachts, da ist das Fliegen am Schönsten“, erzählt Peter Unterburger. „Warum das so ist, kann ich mit Worten nicht beschreiben, das muss man erleben.“

Seine Einsätze für die Luftrettung geben der Fliegerei einen Sinn: „Für diese Art zu fliegen wurden wir ausgebildet, im täglichen Einsatzgeschehen können wir unser Können unter Beweis stellen und unbekannte Situationen zu jedem Zeitpunkt meistern.“ Eine tolle Erfahrung sei auch das Zusammenspiel der Crewmitglieder mit dem zweiten Piloten im Cockpit (nachts) und der medizinischen Besatzung. „Jeder kennt seine Aufgaben, wir können uns 100-prozentig aufeinander verlassen.“ 

Als Heiko zwei Jahre alt war, nahm ihn sein Vater zum ersten Mal mit in die Luft. „Daran habe ich allerdings keine Erinnerung mehr“, so Heiko Unterburger, der seit 1. April im Dienst der DRF Luftrettung steht. Für den 32-Jährigen stand schon im Grundschulalter fest, dass er einmal Pilot werden möchte. Jede freie Minute verbrachte Heiko in der Flugschule des Vaters und auf dem Flugplatz, mit 14 Jahren steuerte er dann zum ersten Mal alleine ein Flugzeug, drei Jahre später hatte er seine erste Fluglizenz in der Tasche.

Während seiner Zeit bei der Bundeswehr absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Hubschrauberpiloten, wurde später als Fluglehrer in der Grundschulung eingesetzt, sammelte Trainingsstunden in Flugsimulatoren und viele Flugstunden zumeist an Bord einer BO 105, auch nachts unter Verwendung von Night Vision Goggles (NVG). Nach 14 Dienstjahren beschloss er, seiner Fliegerei einen neuen Sinn zu geben: „Ich wollte raus aus der Simulation hin zu Einsätzen, mit denen man etwas bewirken kann“, wie er seine Entscheidung selbst beschreibt. „In der Luftrettung kann ich mit meiner Fliegerei dazu beitragen Leben zu retten. Das ist, worauf es wirklich ankommt.“ Eingesetzt wurde er bisher im Cockpit einer EC 145 in Bad Berka. Wenn Heiko Unterburger frei hat, nimmt er hin und wieder seinen zwei Jahre alten Sohn mit auf den Flugplatz, der schon fröhlich ins Mikro plappert. Ob da schon die nächste Generation am Start ist?

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