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Fluggerätmechaniker | Portrait

Nico Zaum

Mein technisches Herz gehört den Triebwerken.

Bereits mit 16 Jahren hat Nico Zaum die Weichen gestellt für sein weiteres Leben. „Entweder es klappt mit dem Ausbildungsplatz bei der DRF Luftrettung oder ich mache mein Abitur“, erzählt der heute 20 Jahre alte Baden-Badener. Kein anderer Betrieb kam für ihn in Frage. Und es hat geklappt! Bei einem einwöchigen Schülerpraktikum konnte Nico Zaum schon einmal hineinschnuppern in den Werftbetrieb der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden. „Das war sehr interessant, aber leider viel zu kurz“, erinnert er sich. „Also habe ich mich auf einen Ausbildungsplatz zum Fluggerätmechaniker, Schwerpunkt Instandhaltungstechnik beworben – und bekam eine Zusage.“

Die Ausbildung geht über 3,5 Jahre und ist anspruchsvoll. „Ich habe verschiedene Montage- und Demontagetechniken kennengelernt, wie man Bauteile aus luftfahrtspezifischen Werkstoffen formt und sie anpasst, wie man Qualitätsabweichungen und ihre Ursachen feststellt und welche Maßnahmen es gibt, um sie zu beheben“, nennt Nico Zaum einige Ausbildungsinhalte. Er hat erfahren, welche elektrischen, hydraulischen und pneumatischen Leitungen es gibt und wie sie verlegt werden, wie man Bauteile aus- bzw. einbaut und instand setzt, wie man Geräte einmisst und ausrichtet. Während seiner Ausbildung hat Nico Zaum sämtliche Abteilungen im Werftbetrieb der DRF Luftrettung durchlaufen. Sein technisches Herz jedoch hat er an die Triebwerke verloren. „Für mich gibt es nichts Faszinierenderes als ein Hubschraubertriebwerk zu zerlegen, zu reinigen und wieder zusammenzusetzen, wie ein technisches Puzzle“, erklärt der Fluggerätmechaniker, der noch viel lernen möchte.

Dass ihm damit ernst ist, unterstreicht er mit dem Ergebnis seiner Ausbildung, die er im Februar 2015 abgeschlossen hat. 97 von 100 möglichen Punkten hat Nico Zaum erreicht. Ein hervorragendes Ergebnis - das beste in ganz Deutschland! Im Rahmen der „Nationalen Bestenehrung in IHK-Berufen“ erhielt Nico Zaum in Berlin die Auszeichnung als bester Fluggerätmechaniker seines Ausbildungsjahrgangs, Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles würdigte diese herausragende Leistung. Die IHK Stuttgart hat ihn zudem mit einem auf 6.000 Euro dotierten Stipendium belohnt. „Ich würde gerne für sechs Monate zu verschiedenen Triebwerksherstellern ins Ausland gehen, beispielsweise zu Pratt & Whitney nach Kanada und zu Turbomeca nach Frankreich.“ Bei der Wahl der Betriebe für sein Stipendium findet er u. a. Unterstützung bei seinem Chef: Thilo Scheffler hat aufgrund seiner langjährigen Berufserfahrung zahlreiche Kontakte zu Firmen im Ausland. Die endgültige Entscheidung fällt in den nächsten Wochen, „Schon bald soll’s losgehen!“, freut sich der 20-Jährige auch darüber, dass ihn sein Arbeitgeber für die Zeit des Stipendiums freistellt. „Ich wertschätze das sehr, das ist nicht selbstverständlich“, weiß Nico Zaum, „zumal wir hier im Technischen Betrieb auf jeden Mitarbeiter zählen.“

Seine Zeit im Ausland will er nutzen, um seine Sprachkenntnisse aufzubessern, sein Wissen zu vertiefen und Kontakte zu knüpfen. Um dann mit seiner Auslandserfahrung im Handgepäck wieder zurückzukehren zur DRF Luftrettung. Schließlich steht Nico Zaum erst am Anfang seiner beruflichen Laufbahn: „Ich möchte auf jeden Fall im Triebwerkshop bleiben und später einmal den Prüfer CAT B machen.“ Damit hätte er die Berechtigung, Komponenten und Baugruppen, an denen Arbeiten durchgeführt wurden, wieder für den Flugbetrieb freizugeben. Nico Zaum ist auf dem besten Weg dazu.

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