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Rettungsassistent | Portrait

Sebastian Schneider

Man taucht in unbekannte Orte ein, weiß vorher nie, was einen genau erwartet, und muss flexibel auf jede Herausforderung reagieren

Der besondere Reiz an der Arbeit bei der Luftrettung? Für Sebastian Schneider ist diese Frage leicht zu beantworten: „Luftrettung ist reine Teamarbeit, jeder ist auf den anderen angewiesen. Nur gemeinsam können wir die unterschiedlichen Situationen meistern, die uns im Einsatzalltag erwarten. Darauf muss man sich zu hundert Prozent einlassen und stets sein Bestes geben.“ Als Rettungsassistent und Windenoperator u. a. in Nürnberg muss der 35-jährige Rettungsassistent in jeder Teamkonstellation funktionieren können. „Deshalb trainieren wir die Teamarbeit bei der DRF Luftrettung regelmäßig. Egoismus hat im Einsatzalltag keinen Platz.“

Dabei ist es gerade die alleinige Leistung ohne Unterstützung, die den Rettungsassistenten regelmäßig zu Höchstleistungen antreibt – allerdings nur in seiner Freizeit. Denn da sucht der 35-Jährige gern die extreme sportliche Erfahrung, beim Klettern in den Alpen oder beim Laufen von Langstrecken. „Beim Sport geht es nur um mich und meine eigenen Grenzen. Der Antrieb besteht für mich darin, besser zu sein, auch dann noch weiterzukommen, wenn andere bereits an ihre körperlichen Grenzen gelangen.“

Auch deshalb sucht Sebastian Schneider immer wieder eine besondere Herausforderung: den sogenannten Trailrun, einen Langstreckenlauf fernab asphaltierter Straßen und Wege. Der gebürtige Pegnitzer sieht dabei viele Parallelen zu seiner Arbeit als Luftretter: „Man taucht in unbekannte Orte ein, weiß vorher nie, was einen genau erwartet, und muss flexibel auf jede Herausforderung reagieren. Und man braucht einen klaren Kopf, um jede Situation schnell und optimal meistern zu können.“

Laufend Leben retten

Am 15. November startete Sebastian Schneider zu einem neuen Abenteuer: einem Trailrun auf Fuerteventura. An insgesamt fünf Tagen bewältigte der Erfurter die Strecke von 159 Kilometern und unzähligen Höhenmetern, einmal quer über die kanarische Insel von Norden nach Süden. „Die Geländestrukturen sind dort sehr unterschiedlich. Ich musste außerdem auf mögliche Wetterwechsel und starke Winde vorbereitet sein und trug die komplette Ausrüstung und Verpflegung die ganze Zeit bei mir.“

Seit Wochen bereitet sich Sebastian Schneider auf diesen Trailrun vor. „Himmelswegelauf, Inselberg Halbmarathon, Brockenmarathon – das waren alles nur Teilziele für die große Herausforderung auf Fuerteventura“, sagt der Rettungsassistent. Doch sein großes Ziel ist nicht nur der Süden Fuerteventuras, sondern vor allem der gute Zweck. Für jeden Kilometer spendet der passionierte Läufer 10 Cent an die DRF Luftrettung und 10 Cent an die DKMS Krebshilfe. Rund 1.200 Kilometer sind in der Vorbereitung bereits zusammengekommen, 159 Kilometer kommen auf Fuerteventura noch hinzu. „Und ich möchte andere Menschen dazu bewegen, ebenfalls zu spenden. Denn bei beiden Organisationen geht es darum, Menschenleben zu retten. Und beide benötigen dafür finanzielle Unterstützung.“

Um auf die Spendenaktion „Laufend Leben retten“ aufmerksam zu machen, berichtet Sebastian Schneider regelmäßig von seinen Erlebnissen. „Wer möchte, kann mich auf meinem Blog oder auf Facebook virtuell begleiten.“ Dort schildert der Erfurter nicht nur die Erlebnisse rund um den Trailrun, sondern gibt auch wertvolle Tipps für Hobbyläufer – von der richtigen Ausstattung bis zur optimalen Ernährung, aber auch zur Integration des Sports in den oft stressigen Alltag: „Disziplin und Organisation sind entscheidend, wenn man fit genug sein möchte, um längere Strecken zu laufen. Aber das Schöne ist ja: Laufen ist überall möglich, man kann jede freie Minute damit verbringen. Deshalb habe ich immer und überall meine Ausstattung mit dabei. Außerdem ist Laufen der ideale Ausgleich zu einer Arbeit, die einen körperlich wie mental fordert, wie die als Rettungsassistent bei der DRF Luftrettung.“

Das nächste Abenteuer hat Sebastian Schneider auch schon geplant: „Ich brauche immer ein Ziel, sonst wäre mir das Leben zu langweilig. 2017 möchte ich beim Transalpine Run starten. Dort wird dann wieder Teamarbeit entscheidend sein, denn die rund 250 Kilometer muss man zu zweit bewältigen. Ich freue mich schon jetzt auf diese neue Herausforderung.“

Sie müssen nicht laufen ...

Dafür gibt es passionierte Läufer wie Sebastian Schneider. Begleiten Sie Sebastian Schneider bei seinem Laufprojekt: auf der Website von "Laufend Leben retten".

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Laufend Leben retten

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