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Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden

Ambulanzflugbetrieb

Globale Einsätze

Über die regionale Luftrettung hinaus setzen wir Ambulanzflugzeuge zur weltweiten Rückholung von verletzten und erkrankten Förderern ein, wenn dies medizinisch notwendig und ärztlich angeordnet ist. Die mit erfahrenen Piloten und medizinischen Teams besetzten Learjets der DRF Luftrettung starten vom Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden zu ihren Einsätzen.

Einsatzlogistik vor Ort: die Einsatzzentrale

Flugtechnisch und medizinisch koordiniert werden unsere weltweiten Einsätze durch die Einsatzzentrale, die Ansprechpartner für im Ausland verletzte oder erkrankte Förderer der DRF Luftrettung ist.

Für die fliegerische und medizinische Logistik der weltweiten Ambulanzflüge sind erfahrene Einsatzkoordinatoren zuständig. Sie verfügen neben sehr guten Fremdsprachenkenntnissen auch über flugbetriebliches Know-how, was für eine reibungslose Flugplanung, die Einholung von Landeerlaubnissen und Überflugrechten sowie Verhandlungen mit Behörden und Krankenhäusern im Ausland notwendig ist. Aufgrund ihres geopolitischen Wissens können sie die Lage in den anzufliegenden Ländern sehr gut einschätzen.

 

So erreichen Sie die Einsatzzentrale

24-Stunden-Einsatzbereitschaft - 365 Tage im Jahr
Alarmtelefon für Notfälle im Ausland: +49 (0) 711 - 70 10 70

Bei Notfällen in Deutschland wählen Sie bitte die
Notrufnummer 112

Leistungen

  • Unsere erfahrenen Einsatzkoordinatoren organisieren alle notwendigen Maßnahmen, wie Einreise-, Lande- und Überfluggenehmigungen, Verhandlungen mit Behörden und Krankenhäusern im Ausland.
  • Unsere Flugzeuge können innerhalb von zwei Stunden zu ihren Auslandseinsätzen starten.
  • Wir bieten eine medizinische Betreuung von Krankenhausbett zu Krankenhausbett sowie Patientenaufnahme und -übergabe von Arzt zu Arzt.
  • Wir koordinieren spezielle Einsätze, wie zum Beispiel moderne Transplantationslogistik oder Inkubatortransporte in Verbindung mit einem pädiatrischen Team.
  • Angehörige der Patienten können den Transport begleiten, sofern die Umstände es erlauben.
  • Das Qualitätsmanagement der DRF Luftrettung garantiert optimale Sicherheit beim Transport von Patienten.

Flottenchef
Udo Kordeuter

Leitender Arzt
Michael Engel

Leitender Notfallsanitäter
Marc Schwehr

Fotos und Videos: Ambulanzflugbetrieb

Wissenswertes

198 geflogene Einsätze im Jahr 2016

Einsatzstatistik
  • Einsätze 2015: 131
  • Einsätze 2016: 198

 

Einsatzbereitschaft
365 Tage im Jahr

Personal
Piloten der DRF Luftrettung
Notärzte aus bundesweiten Kliniken
Notfallsanitäter der DRF Luftrettung/verschiedener Kliniken/Hilfsorganisationen

Besondere Qualifikation des Personals

  • Notärzte: Fachärzte mit Zusatzbezeichnung Notfall- und Intensivmedizin
  • Notfallsanitäter: Erfahrung in der Anästhesie und Intensivmedizin, teilweise Doppelqualifikation als Fachkrankenschwester/-pfleger für Intensivmedizin und Zusatzqualifikation „Intensivtransport“ nach Empfehlungen der DIVI

Einsatzgebiet
weltweite Ambulanzflüge (Ausnahme: Länder, die sich aktuell im Kriegszustand befinden)

Ambulanzflugbetrieb intern

Besonderheiten

Die Ambulanzflugzeuge sind mit einem Flugkapitän und einem Co-Piloten, einem Arzt und einem Rettungsassistenten besetzt. Vor jedem Ambulanzflug führen Einsatzkoordinatoren eine Flugplanung durch. Dabei klären sie unter anderem die Flugroute, Ausweichflughäfen sowie den Treibstoffbedarf ab.

Seit Sommer 2012 werden in den Cockpits der Ambulanzjets „Electronic Flight Bags“ (EFB) eingesetzt – effiziente und kostensparende Tablet-Computer, die Informationen vom umfangreichen Kartenmaterial bis hin zum 900 Seiten starken Flugbetriebshandbuch beinhalten.

Planung eines internationalen Ambulanzflugs

Für jeden Einsatz müssen zunächst alle medizinischen Details abgeklärt werden:

  • Bei Alarmierung nimmt der Einsatzkoordinator die Patienten- und Krankenhausdaten auf und kontaktiert einen beratenden Arzt.
  • In einem Arzt-zu-Arzt-Gespräch mit dem behandelnden Kollegen vor Ort werden die genaue Diagnose und die Transportfähigkeit des Patienten abgeklärt.
  • Anschließend informieren die Einsatzkoordinatoren die medizinische Crew, die den Flug begleiten und den Patienten von Krankenhausbett zu Krankenhausbett transportieren wird.

 

Parallel dazu kümmern sich die Einsatzkoordinatoren um alle Details der Flugvorbereitung:

  • Sie informieren die dienstbereiten Besatzungen über den bevorstehenden Einsatz.
  • Sie klären die geopolitische Lage, Überflugrechte, Landegenehmigungen, Tankstopps und andere umfangreiche flugtechnische Fragen.
  • Innerhalb kürzester Zeit werden alle medizinischen und flugbetrieblichen Vorbereitungen getroffen, sodass unsere Ambulanzflugzeuge bereits zwei Stunden nach der Alarmierung zu ihren weltweiten Einsätzen starten können.

 

Die Zentrale Koordinierungsstelle (ZKS)

Zum 1. Mai 2008 hat die Zentrale Koordinierungsstelle ihren Betrieb aufgenommen. Im Auftrag des Innenministeriums Baden-Württemberg werden hier Intensivtransporte am Boden und in der Luft organisiert.

Einsatzkoordinatoren der DRF Luftrettung und des Deutschen Roten Kreuzes koordinieren die Einsätze von drei Intensivtransporthubschraubern (Stuttgart, Freiburg, Mannheim) und vier Intensivtransportwagen verschiedener Rettungsdienstorganisationen (Stuttgart, Freiburg, Mannheim, Ulm). Bei Bedarf werden auch überregionale Intensivtransportmittel hinzugezogen.

Dabei kooperieren das DRK, der Malteser Hilfsdienst, der Arbeiter-Samariter-Bund und die Johanniter Unfallhilfe, die gemeinsam das medizinische Personal der Intensivtransportwagen stellen.

So erreichen Sie die ZKS

24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr
Telefon: +49 (0) 711 - 70 07 - 77 77

Position und Einsatzgebiet

Koordinaten der Station
Latitude: 48° 46' 5.16" N
Longitude: 8° 4' 59.952" E

Neuigkeiten der Station

  • Nach Abwicklung aller Vorbereitungen startete die Crew an Bord eines Learjets der DRF Luftrettung Richtung Bulgarien. Symbolbild.
    06.09.2017 | News-Bericht

    Endlich Sommerurlaub, sehnlich erwartet als die schönsten Wochen des Jahres. Für eine Familie aus Baden-Württemberg wurde die Sommerreise nach Bulgarien allerdings zum Alptraum…

  • Um den Zwillingsschwestern Ilona und Claudia Brandt eine völlig neue Therapie in Ulm zu ermöglichen, wurde die DRF Luftrettung mit dem Transport der beiden von Köln nach Stuttgart und zurück beauftragt. (Foto: Jens Pussel)
    29.06.2017 | Rettungsbericht

    Zwei Schwestern, ein Schicksal: Seit Geburt haben Ilona und Claudia Brandt eine schwere genetische Grunderkrankung auf ihren Lebensweg mitbekommen: eine neuromuskuläre…

  • 12.06.2014 | Rettungsbericht

    „Es war eine spontane Idee, eine Spritztour mit Freunden von Stuttgart nach Trento. An die Tour selbst habe ich keine Erinnerung mehr. Stuttgart-West, tanken – mehr ist nicht…

  • Helmut Behr ist erleichtert über den positiven Ausgang des Unfalls am Gardasee, bei dem u. a. seine Stirnhöhlenvorderwand zertrümmert wurde..
    07.04.2014 | Rettungsbericht

    Seit vielen Jahren machen Gabi und Helmut Behr Urlaub am Gardasee. Die Landschaft dort ist wunderschön und im Ferienhaus eines Freundes fühlen sich die beiden sehr wohl. Doch…

  • 28.10.2013 | News-Bericht

    Bei seinem Urlaub im norditalienischen Trento hatte ein 47-jähriger Mann aus Deutschland einen schweren Motorradunfall. Dabei erlitt er schwere Verletzungen der Wirbelsäule und…

  • 16.09.2013 | Rettungsbericht

    Als Barbara Vogel am 29. Mai 2012 ins Ambulanzflugzeug der DRF Luftrettung am Flughafen Stuttgart gebracht wird, übermannt sie eine Euphorie, wie sie sie in den Jahren davor…

  • 11.07.2013 | News-Bericht

    Anfang Juni fanden an der St. Marien-Schule Alzey Projekttage unter dem Motto „Eine Reise um die Welt“ statt. Christoph Lind, dessen Sohn die Schule besucht und der als Rettungsassistent in den Ambulanzflugzeugen der DRF Luftrettung arbeitet, nahm dies zum Anlass, einen Ausflug zum Operation-Center der DRF Luftrettung anzubieten. An einem Donnerstag machten sich zehn Kinder der Klassenstufen zwei bis vier auf den Weg nach Rheinmünster. Fragen hatten…

  • 04.01.2013 | News-Bericht

    Mitarbeiter des Bereichs Medizin Flugzeuge hatten am 1. Dezember 2012 in Rheinmünster Gelegenheit, an einer Fortbildung zum Thema „ECMO-Transporte“ teilzunehmen. ECMO bedeutet „Extracorporale Membranoxygenierung“ und ist eine intensivmedizinische Technik, bei der eine Maschine die Oxygenierung des Blutes von Patienten teilweise oder vollständig übernimmt. Sie wird angewendet bei Patienten mit schwersten Herz-Lungen-Erkrankungen.
    Da die…

  • 04.01.2013 | News-Bericht

    Am 16./17.11.2012 fand am Operation Center der DRF Luftrettung in Rheinmünster eine Weiterbildung in präklinischer Traumaversorgung statt, kurz PHTLS (Pre Hospital Trauma Life Support). Instruktoren des Deutschen Berufsverbands für Rettungsdienst (DBRD) führen die Schulungen nach einem definierten Konzept bundesweit durch und stellen auch das komplette Übungsmaterial. Der Kurs war mit 22 Teilnehmern nahezu ausgebucht, 17 kamen von der DRF Luftrettung…

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Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

Luftfahrzeuge der Station

  • Lear 35 A Ambulanzjet

    Die eigens für den Einsatz in der Luftrettung ausgerüsteten Learjets bringen Menschen, die im Ausland einen Unfall hatten oder schwer erkrankt sind, sicher und schnell in ein Krankenhaus des jeweiligen Heimatlandes. Dabei erfüllt die medizinische Ausstattung der Ambulanzflugzeuge höchste Qualitätsmaßstäbe und gewährleistet eine optimale Patientenbetreuung.