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Christoph 47

Station Greifswald

Die am 10. April 1990 gegründete Station befindet sich am Universitätsklinikum Greifswald. Es kommt ein Hubschrauber des Typs BK 117 zum Einsatz. (Foto: Volker Pesch)

Betreiber
DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG (Stationsübernahme: 10. April 1992)
Einsatzbereitschaft
von Sonnenaufgang (frühestens 7 Uhr) bis Sonnenuntergang
Personal

Piloten der DRF Luftrettung
Notärzte der Universitätsmedizin Greifswald
Rettungsassistenten/Notfallsanitäter der DRF Luftrettung/Klinik der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Besondere Qualifikation des Personals
Notärzte

Fachrichtung Anästhesie und bei Bedarf Pädiatrie

Rettungsassistenten

HEMS-TC (Helicopter Emergency Medical Service Technical Crew Member); diese Zusatzqualifikation erlaubt ihnen, den Hubschrauberpiloten bei der Navigation und der Luftraumbeobachtung zu unterstützen.

Anforderung

Für Notfälle: Integrierte Rettungsleitstelle Greifswald
Für Intensivtransporte: Zentrale Vergabestelle Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin

Kontakt
DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG
Station Greifswald
Ernst-Moritz-Arndt-Universität
Ferdinand-Sauerbruch-Straße
17475 Greifswald

Telefon: +49 711 7007 2770
Telefon: +49 3834 815 400
Fax: +49 3834 816 140
station.greifswald@drf-luftrettung.de

Stationsleiter
Pilot Volker Grundmann

Leitender Arzt
Dr. Lutz Fischer

Leitender Rettungsassistent
Enrico Wagner

Fotos und Videos: Station Greifswald

Wissenswertes

1.481 geflogene Einsätze im Jahr 2015

Einsatzstatistik
  • seit Gründung: rund 23.000 Einsätze
  • Einsätze 2015: 1.481
  • Einsätze 1. Halbjahr 2016: 754

Besonderheiten
Mit Hilfe des Landes Mecklenburg-Vorpommern haben die Rettungsschwimmer der Berufsfeuerwehr Greifswald, die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger (DGzRS) und die DRF Luftrettung ein spezielles Wasserrettungskonzept für die Region entwickelt: Mit „Christoph 47“ können die Luftretter vermisste Personen im Wasser auffinden und dort Rettungsschwimmer und Rettungsinsel absetzen. Anschließend kann der Notarzt auf einem Seenotrettungskreuzer der DGzRS abgesetzt werden und so auf dem Schiff eine schnelle notärztliche Hilfeleistung für die aus dem Wasser geretteten Personen sichergestellt werden. Dieses in Deutschland einzigartige Landeverfahren und das Absetzen von Rettungsschwimmer und Rettungsinsel mit dem Hubschrauber werden jedes Jahr von den Beteiligten im Greifswalder Bodden geübt. Um sicherzustellen, dass der mobilen Medizintechnik nicht der Strom an Bord ausgeht, kommt an Bord von „Christoph 47“ ein 230V-Inverter zum Einsatz. Dank dieses Spannungswandlers ist eine immerwährende Stromversorgung gewährleistet, die der Patientensicherheit dient: Neben 12-Volt-Anschlüssen steht damit während des Fluges eine redundante Stromversorgung zur Verfügung, die einen Ausfall dieser lebenswichtigen Geräte aufgrund mangelnder Akku-Kapazität verhindert.

Historische Entwicklung
Am 10. April 1990 wird das Luftrettungszentrum als eines von acht in der damaligen DDR geschaffen. Die Hubschrauber des russischen Typs „Mil Mi-2“ starten mit der für das Notarztteam DDR-typischen Aufschrift „SMH“ (Schnelle Medizinische Hilfe). Im Oktober 1990 wird der Standort Bundeswehreinrichtung mit dem gleichen Hubschraubertyp, allerdings neuer Aufschrift: „SAR“. Am 10. April 1992 übernimmt die DRF Luftrettung den Stationsbetrieb in Greifswald. 1994 beginnt die Greifswalder Besatzung zusammen mit der Berufsfeuerwehr Greifswald Wasserrettungsübungen durchzuführen. Im Frühjahr 2002 erfolgt der Umzug in einen modernen Hangar.

Position und Einsatzgebiet

Koordinaten der Station
Latitude: 54° 5' 11.4" N
Longitude: 13° 24' 28.44" E
Aufgaben
  • Notfalleinsätze: Landkreise Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen, Mecklenburgische Seenplatte
  • Intensivtransporte: Mecklenburg-Vorpommern
  • Notfallorte im Umkreis von 60 Kilometern kann der Greifswalder Hubschrauber der DRF Luftrettung in maximal 15 Minuten erreichen.

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Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

Luftfahrzeuge der Station

  • BK 117

    Dieser Hubschrauber wird als „Allrounder“ eingesetzt. Mit viel Platz für Patienten wird er bei Notfalleinsätzen, beim Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken und bei Suchflügen eingesetzt. Wie die anderen Modelle verfügt auch die BK 117 über die neueste medizintechnische Ausstattung.