C.N.

Dankbarkeit, solange wir leben

Mit großem Interesse lesen wir immer das Förderermagazin „Luftrettung“. Auch wir sind der DRF Luftrettung sehr, sehr dankbar. Es ist schon 22 ½ Jahr her. Unsere Tochter verunglückte auf der Autostrada del Sol in der Nähe von Bologna. Sie ist die einzige Überlebende eines schweren Unfalls. Der Fahrer (hatte am Tag vorher sein Physikum an der Universität Ulm gemacht) des Wagens und seine Braut (sie hatte gerade ihre erste Stelle nach dem Studium als Bibliothekarin angetreten) starben. Ein Sattelschlepper hatte spätabends auf der Autobahn umgedreht.

Wir wurden nicht vom Unfall informiert und fanden unsere Tochter nach telefonischem Suchen im Ospedale Maggiore in Bologna schwerstverletzt. Noch in der Nacht fuhren wir nach Bologna und saßen 11 Tage vor der Tür der Intensivstation, um sie täglich ca. 15 Min sehen zu können. Einziger Lichtblick war der sofort aufgenommene Kontakt zur DRF Luftrettung (bei der wir seit ca. 1985 eine Familienmitgliedschaft haben) und der Aussicht, dass diese kommt, wenn unsere Tochter transportfähig ist und sie nach Tübingen in die BG bringt.

Als am Morgen des 19. April 1991 die Aufzugtür aufging und Herr Dr. Kolb  zusammen mit einem Rettungsassistenten herauskam – sie nahmen unsere Tochter mit, obwohl sie in der Nacht wieder intubiert werden musste –, wussten wir, jetzt kann alles noch gut werden. Trotz Schädelprellungen, Lungenquetschung, Milzriss, Nierenhämatom, angebrochenen Lendenwirbeln und beiden gebrochenen Oberschenkeln.

Unsere Tochter ist wieder ganz gesund geworden und konnte ihr Studium beenden. Große Dankbarkeit und höchste Anerkennung gegenüber der DRF Luftrettung bleiben, solange wir leben.