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Hans-Dieter Dreher

Die DRF Luftrettung ist eine gute Sache, das habe ich selbst erfahren. Und eine gute Sache sollte man unterstützen. Ein Leben ohne Reiten kann ich mir einfach nicht vorstellen, daher ist es gut zu wissen, auf wen man sich im Notfall verlassen kann.

„Ein Leben ohne Reiten kann ich mir nicht vorstellen“

Der Springreiter Hans-Dieter Dreher im Portrait

Mal gewinnt man, mal verliert man. Das ist es, was Hans-Dieter Dreher am Springreiten so reizt. Nur wenn Pferd und Reiter perfekt harmonieren, kann es zu Höchstleistungen kommen. Seit Monaten befindet sich das Kadermitglied der deutschen Springreiter auf der Siegerstraße, in atemberaubendem Tempo ist er in die Top 20 der Weltrangliste galoppiert und sorgt mit seinen Leistungen regelmäßig für Furore. Doch das war nicht immer so, noch vor ein paar Jahren, erzählt er, hätte Hans-Dieter Dreher mit dem professionellen Reitsport beinahe aufgehört: „Dann kamen meine Pferde Constantin und Magnus, und ich spürte plötzlich, dass noch etwas geht. Das hat mich ungemein motiviert.“

Man muss Geduld haben

Seine jüngsten Erfolge sind das Resultat langwieriger Arbeit, die Reiter und Pferde täglich aufs Neue fordern: „Der Mensch vertraut dem Pferd schneller als das Pferd dem Menschen. Man muss Geduld haben, um es auf seine Seite zu bringen“, meint Hans-Dieter Dreher, der als Experte für schwierige Pferde gilt. Auf dem rund 40 Hektar großen Gestüt Grenzland im südlichen Dreiländereck, nur wenige Kilometer von der französisch-schweizer Grenze, findet er ideale Bedingungen für seine tägliche Arbeit: „Ich habe das große Glück, dort in Vollzeit angestellt zu sein und ein wunderbares Team zu haben. Hier kann ich jeden Tag arbeiten, hier wohne ich mit meiner Frau und unseren beiden Kindern. Die Menschen in meinem Turnierstall sind für mich wie eine zweite Familie, und ich habe einen großartigen Chef.“

Nervenstärke statt Nervosität

Mit sieben Jahren bestritt Hans-Dieter Dreher seinen ersten Wettkampf. „Damals hatte ich noch Angst vor dem Springen und hatte mich im entscheidenden Moment geweigert.“ Der 41-jährige Familienvater schmunzelt bei dieser Erinnerung, denn gerade für seine Nervenstärke ist er heute bekannt. Selbst bei großen Turnieren mit einer Kulisse von über 40.000 Menschen strahlt er stets Ruhe aus. „Ich verspüre lediglich eine positive Anspannung. Nervosität wäre nur hinderlich, denn werde ich als Reiter unsicher, wird auch das Pferd unsicher. Genau dann passieren Fehler.“

Ein solcher Fehler kann beim Sprungreiten schwerwiegende Folgen haben, vor allem, wenn Pferd und Reiter stürzen. „Das Wichtigste ist dann, sich nicht ans Pferd zu klammern, sondern sich abzustoßen, damit es einen nicht unter sich begräbt.“ Dies ist umso wichtiger, als ein Sturz beim Springreiten bei Weitem keine Seltenheit ist: „Ich bin schon so oft vom Pferd gefallen“, erzählt der Südbadener, „das passiert immer wieder.“

Bisher ging es immer gut aus, nur einmal verletzte sich Hans-Dieter Dreher ernsthaft: Bei einem Turnier im Spätsommer 1986 sprang seine Stute vor einem Hindernis zu früh ab. Der damals 14-jährige Reiter stürzte vom Pferd und schlug mit dem Kopf auf den Boden. „Der Helm hatte sich beim Sturz gelöst, damals gab es die Dreipunktbefestigung ja noch nicht, die dies verhindert hätte. Ich erinnere mich nur noch an den Absprung, an mehr nicht. Erst drei Tage später bin ich im Krankenhaus wieder zu mir gekommen.“

Schnelle Hilfe war gefordert, und diese kam aus der Luft: Nur wenige Minuten nach dem Unglück war der Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung vor Ort, versorgte den verletzten Patienten und brachte ihn ins Klinikum. Dort diagnostizierte man eine schwere Gehirnerschütterung, was gemeinhin für harmloser gehalten wird, als es ist. Bei einem starken Aufprall kann es zu schweren Blutungen im Kopf kommen. Wird dadurch eine Schwellung verursacht, kann diese die Blutversorgung des Gehirns beeinträchtigen. Hans-Dieter Dreher hatte Glück, auch dank der schnellen Rettung traten keine weiteren Komplikationen auf.

Eine gute Sache sollte man unterstützen

Noch Jahrzehnte später empfindet der Springreiter große Dankbarkeit für seine Rettung, weshalb er vor Kurzem ein langjähriges Vorhaben in die Tat umsetzte: Bei einem Turnier in Offenburg kam er am Informationsstand der DRF Luftrettung mit einem der Mitarbeiter ins Gespräch – und wurde Fördermitglied. „Die DRF Luftrettung ist eine gute Sache, das habe ich selbst erfahren. Und eine gute Sache sollte man unterstützen“, weiß der Familienvater. „Ein Leben ohne Reiten kann ich mir einfach nicht vorstellen, daher ist es gut zu wissen, auf wen man sich im Notfall verlassen kann.“