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Neue Maßnahmen stärken die notfallmedizinische Versorgung in der Region

Geschrieben von DRF Luftrettung | 28.09.2026

Luftrettung in Regensburg

Mit Beginn des neuen Konzessionszeitraums zum 1. September 2026 setzt die DRF Luftrettung an ihrer Station in Regensburg die Anforderungen des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Regensburg (ZRF Regensburg) aus dem Vergabeverfahren für die Luftrettung um. Zu den Neuerungen zählen unter anderem ein innovatives elektrohydraulisches Tragen- und Beladesystem, eine zusätzliche Qualifizierung der Notfallsanitäter im Bereich der Kindernotfallmedizin sowie die Vorhaltung eines Einsatzfahrzeuges. Die Maßnahmen erhöhen die Verfügbarkeit der notärztlichen Versorgung, verbessern die Patientenversorgung weiter und entlasten die Einsatzkräfte im täglichen Betrieb.

„Unser Ziel war es, die bewährte notfallmedizinische Versorgung nicht nur fortzuführen, sondern gezielt weiterzuentwickeln. Mit dem Hubschrauberersatzfahrzeug, der zusätzlichen Qualifizierung in der Kindernotfallmedizin und dem neuen Tragen- und Beladesystem konnten wichtige Qualitätsmerkmale im Vergabeverfahren verankert werden“, sagt Landrätin Tanja Schweiger als Verbandsvorsitzende des ZRF Regensburg.

Erste Luftrettungsstation Europas mit neuem Tragen- und Beladesystem

Eine der bedeutendsten Neuerungen ist die Einführung des HeliMods Powered Aero Loader (PAL) in Kombination mit einer Stryker Power-Pro XT-Fahrtrage. Für den Einsatz in H145-Hubschraubern wurde das System durch den Entwicklungsbetrieb der DRF Luftrettung umfassend luftfahrttechnisch zugelassen. Damit verfügt das System über eine Zulassung für den Einsatz in den EASA-Mitgliedstaaten und kann europaweit eingesetzt werden. Anschließend wurde es in mehreren Testphasen an Stationen der DRF Luftrettung erprobt und gemeinsam mit dem Hersteller weiterentwickelt.

Die Station Regensburg ist die erste Luftrettungsstation in Europa, die über ein elektrohydraulisches Tragen- und Beladesystem dieser Art verfügt. Das Ein- und Ausladen sowie die Höhenverstellung der Fahrtrage erfolgen kraftunterstützt. Dadurch wird die körperliche Belastung der Crews deutlich reduziert und gleichzeitig die Sicherheit durch ein verbessertes Handling der Trage erhöht. Darüber hinaus ermöglicht das neue System den Transport von Patienten mit einem deutlich höheren Körpergewicht als das bisher eingesetzte Tragensystem. Die neue Fahrtrage ist mit den im bayerischen Rettungsdienst verwendeten elektrohydraulischen Tragensystemen baugleich. Dies vereinfacht die Übergabe zwischen boden- und luftgebundenem Rettungsdienst und trägt zu effizienteren Transportabläufen bei.

Zusätzliche Qualifikation für Kindernotfälle

Um die notfallmedizinische Versorgung von Kindern weiter zu stärken, absolvieren die Notfallsanitäter der Station Regensburg künftig vor ihrem ersten Dienst an Bord von Christoph Regensburg eine einwöchige Hospitation auf einer Kinderintensivstation. Ergänzend nehmen sie jährlich an Auffrischungsfortbildungen teil.

Dadurch soll die Handlungssicherheit der Crews bei Kindernotfällen weiter gestärkt und die Versorgung junger Patientinnen und Patienten auf höchstem medizinischem Niveau sichergestellt werden.

Zusätzliche Verfügbarkeit bei witterungsbedingten Flugausfällen

Zur Sicherstellung einer hohen Verfügbarkeit der notärztlichen Versorgung wird seit dem 1. September 2026 außerdem ein Einsatzfahrzeug an der Luftrettungsstation in Regensburg vorgehalten. Die Vorhaltung eines solchen Fahrzeugs ist Teil der Anforderungen des ZRF Regensburg für den neuen Leistungszeitraum.

Kann der Rettungshubschrauber Christoph Regensburg beispielsweise aufgrund witterungsbedingter Einschränkungen des Flugbetriebs vorübergehend nicht starten, steht mit dem Einsatzfahrzeug weiterhin eine notärztlich besetzte Ressource für Einsätze im regionalen Einsatzgebiet zur Verfügung.

„Regensburg nimmt innerhalb unseres Stationsnetzwerks eine Vorreiterrolle ein. Mit dem neuen PAL-System bringen wir erstmals in Europa eine innovative Technologie in den Luftrettungsalltag. Gleichzeitig stärken wir mit der zusätzlichen Qualifizierung unserer Notfallsanitäter die Versorgung von Kindern und sorgen mit dem Einsatzfahrzeug dafür, dass die notärztliche Expertise unserer Crew auch bei gar nicht fliegbarem Wetter verfügbar bleibt“, sagt Dr. Krystian Pracz, CEO der DRF Luftrettung.

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