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Station Niebüll weiht Erweiterungsgebäude feierlich ein

Geschrieben von DRF Luftrettung | 4.09.2026

Optimale Arbeitsbedingungen für die Besatzungen: Die DRF Luftrettung hat heute den Erweiterungsbau ihrer Station in Niebüll offiziell eingeweiht. Nötig wurde der Ausbau durch die Ausdehnung der Einsatzzeiten von Christoph Europa 5 vom reinen Tag- auf einen 24-Stunden-Betrieb im Jahr 2024. Dadurch stieg der Bedarf an Räumlichkeiten für die Besatzungen sowie an umfangreicheren Funktions- und Hygienebereichen. 

Mit dem Erweiterungsbau verfügt die Station künftig über optimale Arbeits- und Aufenthaltsbereiche für die Bedürfnisse der Luftretter. Dazu gehören moderne Funktionsräume mit Kühlung, ein zusätzliches Stockwerk mit erweiterten Ruheräumen, ein neuer Besprechungsraum, eine zusätzliche Küche, neue Umkleiden sowie ein vergrößerter Desinfektions- und Hygienebereich nach modernsten Standards. Auch der Außenbereich wurde ausgebaut. Die Baukosten von rund 2 Millionen Euro werden von den Krankenkassen übernommen.

Zur offiziellen Eröffnung des Erweiterungsbaus begrüßte die DRF Luftrettung rund 80 Gäste an der Station. Ernst Peleikis, Geschäftsführer der DRF Luftrettung, eröffnete die Feier und hob die guten Bedingungen für die Luftretter im Land hervor: „Schleswig-Holstein nimmt bei der Luftrettung bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Mit insgesamt vier Luftrettungsstandorten, zwei 24h-Stationen, der hervorragenden Arbeit der Koordinierten Leitstelle Nord und wichtigen Weiterentwicklungen im Rettungsdienst hat das Land in den vergangenen Jahren die richtigen Weichen gestellt. Gleichzeitig sehen wir auf Bundesebene deutlichen Handlungsbedarf. Steigende Kosten und unzureichende Rahmenbedingungen für innovative Verfahren wie das satellitengestützte Navigationsverfahren „Point in Space“ erschweren die Weiterentwicklung der Luftrettung. Damit wir die Bevölkerung auch künftig zuverlässig und auf höchstem notfallmedizinischem Niveau versorgen können, benötigen wir verlässliche Finanzierungsstrukturen sowie die entsprechenden politischen Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene.

Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken erklärte: „Dieser Ausbau verbessert die Notfallversorgung für alle Menschen in dieser Region. Damit macht die Luftrettung einen großen Schritt in Richtung Zukunft. Der nördlichsten Luftrettungsstation Deutschlands kommt eine besondere Bedeutung zu. Denn Ihre Einsatzbereitschaft reicht über die Bundesgrenze hinweg in die südlichen Teile Dänemarks. Den Christoph Europa 5 macht das zum Botschafter einer verlässlichen und grenzüberschreitenden Notfallversorgung zwischen Deutschland und Dänemark. Die Bewohnerinnen und Bewohner der nordfriesischen Inseln und Halligen sowie die Menschen im Westküstenbereich des dänischen Verwaltungsbezirks Syddanmark können nun noch besser versorgt werden. Für Ihre lebensrettende Arbeit in und mit dieser neuen Struktur wünsche ich Ihnen von Herzen alles Gute.“

Der Landrat des Kreises Nordfriesland, Florian Lorenzen, betonte den Stellenwert des Hubschraubers insbesondere auch in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Dänemark in der Region und bedankte sich für die Arbeit der DRF Luftrettung. 

Umbau im laufenden Betrieb

Das Bauprojekt wurde in mehreren Abschnitten umgesetzt. Zunächst wurde eine Containeranlage als Interimsquartier errichtet, um die Luftrettungsbetrieb uneingeschränkt aufrecht erhalten zu können. 2025 fiel dann der Startschuss für die eigentlichen Bauarbeiten. In einem Anbau entstanden zusätzliche Funktionsräume, beispielsweise Umkleiden und ein Hygienebereich, zudem wurde das bestehende Gebäude um ein weiteres Stockwerk aufgestockt und die Außenanlagen angepasst. Die Modernisierung des Hangars mit neuem Boden und neuer Heizungsanlage erfolgt in einem weiteren Schritt nach der Einweihung. 

 

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