Flugbetrieb

Windenrettung - Teamarbeit mit höchster Präzision

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Blick von unten auf eine Luftrettung mit Windeneinsatz
Die Winde ist oftmals die einzige Möglichkeit Patient*innen aus unzugänglichen Gebieten zu retten. (Quelle: DRF Luftrettung)

Ob Windenrettung im Gebirge, in besiedelten Gebieten oder über Wasser – die DRF-Gruppe verfügt über jahrzehntelange Erfahrung und engagiert sich für die Weiterentwicklung und Qualitätssicherung in diesem Bereich: Seit mehr als 20 Jahren ist an der Nürnberger Station der DRF Luftrettung ein Hubschrauber mit Winde stationiert. Eine H145 mit Winde wird in Bautzen (seit Anfang 2019) und Freiburg (seit Ende 2019) eingesetzt. 

Auch die zur DRF-Gruppe gehörende ARA Flugrettung setzt an ihren österreichischen Stationen in Reutte und Fresach seit mehr als 15 Jahren Rettungshubschrauber mit Winde ein: diese ist für Einsätze in alpinen Gebieten unerlässlich. Eine weitere Station mit Winde befindet sich in Balzers (Liechtenstein) der AP3 Luftrettung. Über eine Seilwinde verfügen ebenso die von Northern Helicopter betriebenen Offshore-Stationen in Sankt Peter Ording und Güttin, die als Teil der DRF-Gruppe die notfallmedizinische Versorgung für Windkraftanlagen in der Nord- bzw. Ostsee sicherstellen.  

Mehrwert für die notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung 

Der Einsatz eines Hubschraubers mit Winde ist sinnvoll, wenn eine Rettung vom Boden aus gar nicht oder nur mit großer Zeitverzögerung und hohem Risiko möglich ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der bodengebundene Rettungsdienst aufgrund der geographischen Gegebenheiten mit einem Fahrzeug oder zu Fuß nicht schnell genug zu einem*r Patient*in gelangen kann. Auch kommt die Rettungswinde zum Einsatz, wenn keine geeignete Landemöglichkeit in der Nähe des Einsatzortes zur Verfügung steht und der Notarzt*ärztin damit am schnellsten zum*r Patient*in gebracht werden kann. In vielen Fällen stellt der Einsatz der Winde die schonendste Rettung für den*die Verunfallte*n dar. Das Gelände ist oft steil, unzugänglich oder sumpfig oder aufgrund von hohem Schnee schwer zu erreichen. 

Die Voraussetzung für den Einsatz der Rettungswinde ist ein hindernisfreier Korridor nach oben von mindestens 3 x 3 Metern. Einsatzbeispiele im Siedlungsbereich sind Unfälle auf Dächern von hohen Gebäuden, Schornsteinen und Türmen, Sendemasten und Kränen. An Bord der Hubschrauber mit Winde befindet sich eine Spezialausrüstung (Gurte, Bergesack, Rettungssitz, Rettungsschlinge). Zur Besatzung bei einer Windenrettung gehört in der Regel ein*e Pilot*in, ein*e Windenoperator/Notfallsanitäter*in, ein*e Notarzt*ärztin sowie ein*e Berg- oder Höhenretter*in (bzw. sogenannte*r Rettungsspezialist*in Helikopter), der oder die zusätzlich mit an Bord genommen wird.

Die DRF Luftrettung ist Mitglied im Fachbeirat Gebirgsluftrettung Bayern, der Standardisierungsgruppe Gebirgsluftrettung und in der Simulationsanlage Gebirgsluftrettung (ZSA) in Bad Tölz. Zusätzlich ist die ARA Flugrettung Mitglied der IKAR (Internationale Kommission für Alpines Rettungswesen), deren Ziel die Weiterentwicklung der alpinen Rettung und Sicherheit ist.

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Bilder, Videos und Infografiken
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Die H145 ist für Windeneinsätze optimal geeignet. (Quelle: DRF Luftrettung)
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Der Winden-Operator steuert die Winde und ist sozusagen „das Auge des Piloten“. (Quelle: DRF Luftrettung)
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Die Windenrettung am Fels stellt die Crew vor besondere Herausforderungen. (Quelle: DRF Luftrettung)
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Übersicht der Stationen der DRF-Gruppe. (Quelle: DRF Luftrettung)
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