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Zukunft der Luftrettung sichern. Verantwortung übernehmen. 

Deutschland steht vor wichtigen Entscheidungen für die Zukunft seines Gesundheitswesens. Mit der Krankenhausreform und dem geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sollen die medizinische Versorgung besser organisiert, eine solide Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung langfristig gesichert sowie steigende Beitragssätze vermieden werden. Dieses Ziel unterstützen wir ausdrücklich. Gleichzeitig müssen die geplanten gesundheitspolitischen Regelungen so ausgestaltet werden, dass sie eine leistungsfähige medizinische Notfallversorgung auch in Zukunft gewährleisten.

Die Luftrettung ist ein unverzichtbarer Bestandteil dieser Versorgung. Wenn jede Minute zählt, bringt sie moderne Notfallmedizin und hochqualifizierte medizinische Teams schnell zu den Patientinnen und Patienten –  sowohl in ländlichen Regionen als auch in der Großstadt, bei Tag genau so wie bei Nacht. Mit der Krankenhausreform wird die Anzahl der Kliniken künftig geringer, die auf die Behandlung akut lebensbedrohter Patientinnen und Patienten spezialisiert sind. Diese Entwicklung bedeutet: Transportwege werden länger, die Luftrettung gewinnt weiter an Bedeutung.

Verantwortung zeigt sich dabei nicht nur am Einsatzort, sondern auch dort, wo über die Zukunft der Luftrettung entschieden wird. Die DRF Luftrettung engagiert sich deshalb nicht nur täglich im Rahmen ihrer Einsätze, sondern setzt sich auch dort ein, wo die politischen Rahmenbedingungen für die Notfallversorgung von morgen gestaltet werden. Auch künftig soll jeder Mensch in Deutschland durch die Luftrettung schnell und auf höchstem notfallmedizinischem Niveau versorgt werden. Eine erfolgreiche Notfallreform braucht deshalb eine leistungsfähige Luftrettung als festen Bestandteil der Versorgungsstruktur im ganzen Land. Das Plus an Aufgaben und Verantwortung erfordert vor allem aber auch verlässliche Rahmenbedingungen.

Die Luftrettung spielt eine signifikante Rolle in der Versorgung besonders komplexer und zeitkritischer Fälle. Ziel muss es sein, die vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen effizient und zum höchsten Nutzen für unsere Patienten einzusetzen.
Dr. Krystian Pracz, CEO der DRF Luftrettung

Dabei sehen wir  Politik, Träger, Krankenkassen und Leistungserbringer als Partner. Nur gemeinsam können wir eine Reform gestalten, die die Versorgung verbessert und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähig ist. Die Luftrettung kann dazu einen Beitrag leisten – durch eine bedarfsgerechte Einbindung in das Gesamtsystem, die zielorientierte Steuerung von Patientenströmen und modernste medizintechnische Ausstattung. So können bestehende Ressourcen noch gezielter eingesetzt und Patientinnen und Patienten schneller bereits am Einsatzort versorgt sowie in die für sie am besten geeignete Klinik transportiert werden.

Wir stehen dazu im intensiven Austausch mit politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern und zeigen in Stellungnahmen sowie Fachgesprächen konkrete Lösungsvorschläge für Verbesserungen bei der notfallmedizinischen Behandlung auf.

Die DRF Luftrettung versteht sich hier als konstruktiver Partner: Wir bringen unsere langjährige medizinische und operative Erfahrung in die Weiterentwicklung der Notfallversorgung ein und unterstützen Lösungen, die sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch medizinisch notwendig sind. Denn eine stabile kostendeckende Finanzierung und eine moderne Organisation der Notfallversorgung sind die Grundlage dafür, dass Menschen auch morgen auf schnelle Hilfe aus der Luft vertrauen können.

Seit mehr als 50 Jahren setzen wir uns mit Nachdruck für eine leistungsfähige Luftrettung im Sinne der Patientinnen und Patienten ein und werden dies auch unverändert in Zukunft tun.

Warum ist Luftrettung kostenintensiv?

Rot-weißer Rettungshubschrauber steht vor Stationsgebäude. Im Hintergrund ein Klinikgebäude.

Kritische Infrastruktur

Auch wenn wir nicht im Einsatz sind, stehen unsere Besatzungen für die Patientinnen und Patienten bereit – an 13 Stationen sogar rund um die Uhr. Doch die Finanzierung der Luftrettung erfolgt nicht anhand der Vorhaltezeit, sondern orientiert sich an der Abrechnung von Flugminuten tatsächlich durchgeführter Einsätze. Bereits heute kompensieren wir einsatzschwache Zeiten über das Jahr hinweg und tragen damit einen erheblichen Teil des Vorhalte- und Auslastungsrisikos. Künftig wird diese Herausforderung noch größer werden.

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Sicherheit

Maximale Sicherheit unserer Crews und der uns anvertrauten Patientinnen und Patienten steht für uns an vorderster Stelle. Deshalb investieren wir in Projekte für innovative Patientensicherheit und nutzen modernste, effiziente Hubschraubermuster. Und wir entwickeln unsere medizinische und fliegerische Expertise beständig weiter - über gesetzliche Forderungen hinaus, um in der Zukunft noch besser Leben retten zu können.

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Medizinische Ausstattung

Die optimale medizinische Versorgung von Notfall- und Intensivpatienten umfasst zwei wesentliche Qualitätsmerkmale: die exzellente Qualifikation unserer Teams und den hohen Standard der medizinischen Ausrüstung an Bord.

Modernste Technik in der Diagnostik und bei der Behandlung von Patienten erhöht deren Überlebenschancen. Medizinprodukte wie Blut- und Plasmakonserven an Bord, ermöglichen bereits am Einsatzort lebensrettende Maßnahmen.

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Gesetzliche Regularien

Die Luftrettung unterliegt zahlreichen Regularien. Nicht alle entsprechen den Bedürfnissen dieser speziellen Form der Notfallrettung. Beispiel Arbeitnehmerüberlassung für Notärzte: Diese gesetzliche Vorgabe wurde für Leiharbeit in der Industrie gestaltet. Aber ihre Vorgaben wirken sich auch auf das medizinische Personal der Luftrettung aus und führen dazu, dass zusätzliches Personal vorgehalten werden muss.

Blick durch einen Fenestron, an dem zwei Personen arbeiten.

Fachkräftemangel

Die Akquise von Pilotinnen, Piloten und Fachpersonal für Wartung und Technik in der Luftrettung ist ein wesentlicher Kostenfaktor. Qualifizierte Fachkräfte sind nur begrenzt verfügbar, Schulungen für erforderliche Zertifikate und Einarbeitungszeiten müssen kalkuliert werden. Bei nicht ausreichender Verfügbarkeit im Inland wird zusätzlich die Rekrutierung im Ausland erforderlich, verbunden mit Aufwand für Ansprache, Auswahl, Anerkennung von Qualifikationen, behördliche Anforderungen sowie sprachliche und fachliche Integration.

Blick in eine Werfthalle, in der mehrere rot-weiße Rettungshubschrauber nebeneinander stehen. Dazwischen Arbeitsplätze und Regale mit Arbeitsgeräten.

Wartung

Damit unsere Hubschrauber und Flugzeuge täglich zu ihren lebensrettenden Einsätzen starten können, stellen eigene Techniker die Wartung und Instandhaltung unserer Flotte zuverlässig sicher. Dafür bietet die Werft im Operation-Center der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden mit ihren 15 Wartungsdocks und den angrenzenden Werkstätten optimale Voraussetzungen.

All dies dient dem Ziel, Menschenleben zu retten. Das war und ist die Triebfeder, warum wir unsere Hubschraubertechnik immer weiter verbessern. Denn jedes Leben ist einzigartig.

Ein rot-weißer Rettungshubschrauber steht auf einer Dachlandestation. Im Hintergrund Gebäude und blauer Himmel.

Geopolitische Abhängigkeit

In vielerlei Hinsicht ist die Luftrettung von geopolitischen Entwicklungen abhängig. Geopolitische Konflikte können zu Engpässen bei Hubschrauber-Ersatzteilen führen und zu steigenden Beschaffungskosten. Auch steigende Kerosinpreise erhöhen unmittelbar die Betriebskosten. Viele medizintechnische Geräte stammen von internationalen Unternehmen. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie schnell globale Lieferketten zusammenbrechen können.

Warum ist Luftrettung so wichtig?

Zeit ist Leben – das gilt mit Blick auf notfallmedizinische Versorgung in speziellem Maße: Greifen alle Glieder der Rettungskette optimal ineinander, erhöhen sich die Überlebens- und Genesungschancen für Patientinnen und Patienten, verkürzen sich Krankenhausaufenthalte und verringern sich Kosten für Rehabilitationsmaßnahmen, Langzeitpflege und Erwerbsausfälle. Der Nutzen der Luftrettung zeigt sich also insbesondere dort, wo Zeit ein entscheidender Faktor für das Überleben und die spätere Lebensqualität von Patientinnen und Patienten ist. Dadurch trägt die Luftrettung zu einer effizienten Patientenfürsorge und zu einer Entlastung des Gesundheitswesens bei.

Was die DRF Luftrettung auszeichnet

  • Hochqualifiziertes Personal

    Qualitätsanspruch für Besatzung und Technik

    Medizinische Crews der DRF Luftrettung nehmen regelmäßig an ganztägigen realitätsnahen Trainings und Weiterbildungen teil, die von unabhängiger Seite zertifiziert sind. So ist gewährleistet, dass die Crews immer auf Basis der modernsten medizinischen Standards und der neusten Erkenntnisse handeln. Mithilfe von Simulationen trainieren die Besatzungen Abläufe und das optimale Vorgehen in komplexen Notfallszenarien. Sie sind daher auch in Stresssituationen fokussiert.

    Piloten der DRF Luftrettung besitzen umfassende und langjährige Erfahrung mit besonderen Verfahren wie Nachtflug, Windenrettung, Starts und Landungen in dicht bebautem Gebiet, Einsätzen in alpinem Gelände oder Offshore. Als erste Luftrettungsorganisation in Deutschland hat die DRF Luftrettung 2004 eine Zulassung für eine eigene Flugschule (Approved Training Organisation, ATO) erhalten.


    Der hohe Qualitätsanspruch der DRF Luftrettung, gepaart mit dem Streben nach Innovation und Weiterentwicklung sowie der genauen Umsetzung gesetzlicher Anforderungen, findet sich auch im Bereich der Wartung und Instandhaltung: Nur, wenn die Hubschrauber der Flotte im Topzustand sind, können wir zuverlässig unsere lebensrettende Aufgabe erfüllen. Dafür finden die Techniker in der Werft am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden mit 15 Docks und den angrenzenden Werkstätten, dem Entwicklungs- und Herstellungsbetrieb sowie in der Line Maintenance optimale Voraussetzungen.

  • Diagnosemöglichkeiten am Einsatzort

    Bestmögliche medizinische Versorgung von Beginn an

    Die optimale Therapie beginnt mit Eintreffen des medizinischen Personals am Einsatzort: Eine fundierte Diagnose bildet die Basis für professionelle medizinische Hilfe. Hochmoderne Diagnostik am Einsatzort gehört nicht zum Standard in der Notfallversorgung. Der DRF Luftrettung ist die Nutzung fortschrittlicher medizinischer Ausstattung ein besonderes Anliegen. Wenn Crews bereits vor Ort möglichst genau einschätzen können, was Patientinnen und Patienten brauchen, startet die zielgerichtete Versorgung bereits am Einsatzort. Die Crews fliegen anschließend direkt die für Patientinnen und Patienten am besten geeignete Klinik an.

    Die Notärzte und Notfallsanitäter der DRF Luftrettung werden kontinuierlich fort- und weitergebildet und verfügen über eine hochmoderne Ausrüstung zur erweiterten Diagnostik bereits am Einsatzort. Dazu gehören unter anderem kompakte, leichte und damit mobile Ultraschallgeräte sowie mobile Blutgasanalysegeräte. Diese Point-of-Care-Technologie trägt entscheidend dazu bei, die richtige Therapie einzuleiten und die bestgeeignete Zielklinik auszuwählen.

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  • maximale Flexibilität durch modernste Fluggeräte

    Bereit für Notfalleinsätze und Transporte zwischen Kliniken

    Für die moderne Luftrettung muss ein Hubschrauber bestmöglich für die Patientenversorgung geeignet sein und dabei auch schnell und leistungsstark sein. Idealerweise ist er zudem wartungsarm sowie sparsam im Kerosinverbrauch und hat eine große Reichweite. Für den schonenden Transport von Patienten sollte er vibrationsarm sein und der Rotor darf keinen zu großen Durchmesser haben, damit Landungen auf kleinster Fläche möglich sind.

    Heute gleichen die rot-weißen Hubschrauber der DRF Luftrettung fliegenden Intensivstationen. Sie können bei Tag und Nacht eingesetzt werden und verfügen über moderne Autopiloten sowie Sicherheits- und Warnsysteme. Als treibende Kraft zahlreicher Innovationen hat die DRF Luftrettung diese Entwicklung maßgeblich vorangetrieben und die Luftrettung insgesamt nachhaltig verbessert. Die DRF Luftrettung betreibt die europaweit modernste Flotte in der zivilen Luftrettung, es kommen ausschließlich hochmoderne Hubschrauber des Typs H135 und H145 mit Fünfblattrotor zum Einsatz.

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  • Fliegen bei Dunkelheit

    Medizinische Hilfe nach Sonnenuntergang

    Mit aktuell 13 Hubschrauber-Stationen betreibt die DRF Luftrettung die meisten 24-h-Stationen in Deutschland. An einer weiteren Station ist die Besatzung im Tagbetrieb mit erweiterten Randzeiten einsatzbereit. Im Jahr 2025 leisteten diese 4.690Einsätze in der Nacht, d.h. 24 Prozent der Einsätze der Stationen im 24-h-Betrieb und mit erweiterten Randzeiten fanden in den Nachtstunden statt. Europaweit hat sie die größte Erfahrung im Nachtflug mit den meisten Flugstunden bei Dunkelheit.

    Ihr nächtliches Einsatzprofil reicht von den Inseln der Nordsee bis zu den Gebirgsketten der Alpen. Die DRF Luftrettung setzt hierbei auf den Hubschraubertyp H145, der optimal für den 24-h-Betrieb und für den Einsatz von Nachtsichtgeräten geeignet ist. Schon vor Jahren hat die Luftrettungsorganisation spezielle Verfahren für den Anflug von Einsatzorten bei Dunkelheit entwickelt. Das Konzept umfasst den Einsatz von zwei Piloten mit Instrumentenflugberechtigung (IFR), ein Satellitennavigationssystem mit digitaler Karte, die Einhaltung spezieller Anflugprofile, für den Instrumentenflug ausgerüstete Hubschrauber mit Hochleistungsscheinwerfern und den Einsatz von Nachtsichtbrillen (NVGs). Die DRF Luftrettung war der erste zivile Betreiber, der NVGs in der Luftrettung einsetzte.  

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  • Windenrettung

    Schnelle Hilfe in schwer zugänglichem Gelände und strukturschwachen Regionen

    Der Einsatz eines Hubschraubers mit Winde ist notwendig, wenn eine Rettung vom Boden aus gar nicht oder nur mit großer Zeitverzögerung und hohem Risiko möglich ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der bodengebundene Rettungsdienst aufgrund der geografischen Gegebenheiten mit einem Fahrzeug oder zu Fuß nicht schnell genug zu einem Patienten gelangen kann. Auch kommt die Rettungswinde zum Einsatz, wenn keine geeignete Landemöglichkeit in der Nähe des Einsatzortes zur Verfügung steht und der Notarzt damit am schnellsten zum Patienten gebracht werden kann. In vielen Fällen stellt der Einsatz der Winde die schonendste Rettung für den Verunfallten dar. Das Gelände ist oft steil, unzugänglich oder sumpfig oder aufgrund von hohem Schnee schwer zu erreichen.

    Ob Windenrettung im Gebirge, in besiedelten Gebieten oder über Wasser – die DRF Gruppe verfügt über mehr als ein Vierteljahrhundert Erfahrung und engagiert sich für die Weiterentwicklung und Qualitätssicherung in diesem Bereich: mittlerweile betreibt die DRF Luftrettung als Teil dieser Gruppe fünf Windenstationen in ganz Deutschland.

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Wie kann Luftrettung zukünftig für die Menschen ohne Qualitätsverlust funktionieren? 

 Die gesetzlichen Krankenkassen stehen unter Druck: Die Ausgaben steigen deutlich schneller als die Einnahmen. Das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz soll deshalb dazu beitragen, Beiträge für Versicherte und Arbeitgeber verlässlich zu stabilisieren. Dafür braucht es nicht nur kurzfristige Einsparungen, sondern vor allem bessere Strukturen. Gerade die Luftrettung zeigt: Hohe Qualität und mehr Wirtschaftlichkeit schließen sich nicht aus, wenn vorhandene Ressourcen gezielter eingesetzt, besser vernetzt und weniger durch Bürokratie gebunden werden.

1. Notfallversorgung besser steuern

Entscheidend ist, dass Patientinnen und Patienten schnell in die passende Versorgung kommen. Dafür muss die Reform der Notfallversorgung zügig umgesetzt und verlässlich finanziert werden. Wird die Disposition in den Leitstellen weiter optimiert, können künftig Rettungsmittel effizienter eingesetzt und damit Versorgungszeiten bis zum Eintreffen in die bestgeeignete Klinik im Sinne von Patientinnen und Patienten verkürzt werden. Digitalisierung, eine engere Vernetzung von Leitstellen, Kliniken und Rettungsdienst sowie eine gesteigerte Datenqualität tragen dazu bei, schneller zielgerichtete Entscheidungen zu treffen. Das spart Zeit, vermeidet Umwege und entlastet das gesamte System.

2. Luftrettung dort einsetzen, wo sie den größten Nutzen bringt

Hubschrauber der Luftrettung sind hochwirksame Einsatzmittel – besonders bei schweren, komplexen oder zeitkritischen Notfällen. Umso wichtiger ist eine präzise Disposition. Luftrettungsmittel müssen gezielt dort eingesetzt werden, wo ihr medizinischer und zeitlicher Vorteil am größten ist. Gleichzeitig lassen sich unnötige Fehleinsätze vermeiden und bodengebundene Rettungsmittel entlasten. Das Kriterium, welches geeignete Rettungsmittel am schnellsten im Sinne von Patientinnen und Patienten eingesetzt werden kann, sollte über Ländergrenzen hinweg zur Anwendung kommen. Auch die verstärkte Nutzung von Hubschraubern im so genannten Dual-Use – ohne starre Trennung für Rettungs- und Intensivtransporte – erhöht die Flexibilität und sorgt für bessere Auslastung.

3. Über Landesgrenzen hinweg planen

Luftrettung endet nicht an kommunalen, Landes- oder Staatsgrenzen. Ihre Stärke liegt gerade darin, schnell überregional verfügbar zu sein. Deshalb sollte die Vorhaltung von Hubschraubern stärker gemeinsam geplant werden – nach realen Versorgungsräumen statt nach Verwaltungsgrenzen. So können Doppelstrukturen reduziert, Kapazitäten besser genutzt und Menschen in allen Regionen verlässlich erreicht werden.

4. Bürokratie abbauen, Versorgung stärken

Ein weiterer Hebel liegt im Abbau unnötiger Bürokratie. Medizinisches Personal muss flexibler eingesetzt werden können, ohne dass starre Regelungen zusätzlichen Personalbedarf und kostenintensive Schulungen auslösen. Arbeitszeit-, Flugdienst- und Ruhezeitregelungen sollten so weiterentwickelt werden, dass sie zur besonderen Realität der Luftrettung passen – selbstverständlich ohne Abstriche bei Sicherheit und Qualität. Auch beim Einsatz erfahrener Berufspilotinnen und Berufspiloten sowie bei luftrechtlichen Genehmigungen braucht es praxistaugliche Lösungen. Generelle Außenlandegenehmigungen für die zivile Luftrettung und zentrale Abrechnungsstellen, wie sie etwa in Bayern genutzt werden, können Verwaltung vereinfachen und Ressourcen für die eigentliche Aufgabe freisetzen: schnelle Hilfe für Menschen in Not.

Unser Ziel: effizienter werden, ohne Qualität zu verlieren

Beitragsstabilität gelingt nicht allein durch pauschales Sparen. Sie gelingt, wenn Versorgung klüger organisiert wird: datenbasiert, vernetzt, flexibel und am tatsächlichen Bedarf der Patientinnen und Patienten orientiert. Eine effizientere Luftrettung kann dazu beitragen, Kosten zu begrenzen und gleichzeitig die hohe Qualität der Notfallversorgung zu sichern. Genau darum geht es: nicht weniger Hilfe, sondern bessere Strukturen für schnelle, verlässliche und bezahlbare Hilfe. 

Ansprechpartnerin für Presseanfragen
Claudia Lazi
Claudia Lazi

Leiterin Unternehmenskommunikation

Telefon: +49 711 7007 2205
E-Mail: claudia.lazi@drf-luftrettung.de

Ansprechpartner für Politik, Träger und Partner
Peter Tscherny
Peter Tscherny

Referent Public Affairs

Telefon: +49 711 7007 2023

E-Mail: peter.tscherny@drf-luftrettung.de