Feier zur Betriebsübernahme von Christoph 31

Vlnr: Prof. Dr. Martin E. Kreis (Vorstand Krankenversorgung Charité), Krystian Pracz, Eik Meißner, Dr. Georg Girke, Pablo Sanchez, Christian Hochgrebe (Staatsekretär für Inneres des Landes Berlin), Dr. André-Michael Baumann, Leitender Branddirektor der Berliner Feuerwehr (Quelle: DRF Luftrettung)

Die DRF Luftrettung hat heute die Station des Rettungshubschraubers Christoph 31 am Charité Campus Benjamin Franklin in Berlin-Steglitz feierlich eröffnet. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gesundheitswesen und Rettungsdienst würdigten die Bedeutung des Standorts für die Region. Als Ehrengast war Christian Hochgrebe, Staatsekretär für Inneres des Landes Berlin, vor Ort. Für die Charité sprach Prof. Dr. Martin E. Kreis, Vorstand Krankenversorgung, und für die Berliner Feuerwehr Dr. André-Michael Baumann, Leitender Branddirektor. Seit dem 1. Januar 2026 betreibt die DRF Luftrettung alle drei Luftrettungsstandorte in Berlin.

Bereits zu Jahresbeginn 2026 war der Startschuss für den Stationsbetrieb unter den Farben der DRF Luftrettung erfolgt, heute fand die offizielle Feier zur Betriebsübernahme statt. Dr. Krystian Pracz, CEO der DRF Luftrettung, begrüßte am Vormittag die Gäste in der Station von Christoph 31 am Charité Campus Benjamin Franklin in Berlin-Steglitz. Im Mittelpunkt der Feier, die am Europäischen Tag des Notrufs 112 stattfand, stand die Würdigung der wichtigen Rolle der Luftrettung im Gesamtsystem der Notfallversorgung. Seit der Übernahme von Christoph 31 betreibt die DRF Luftrettung nun alle drei Luftrettungsstationen in Berlin an den Standorten Marzahn, Steglitz und Buch. Damit profitieren Patientinnen und Patienten in der gesamten Hauptstadt und den angrenzenden Regionen von hochqualifiziertem medizinischen Personal, einheitlichen Qualitätsstandards und moderner Ausrüstung.

„Wir sind uns der großen Tradition dieses Standorts bewusst und auch der großen Verantwortung, die es mit sich bringt, alle drei Standorte hier in der Bundeshauptstadt zu betreiben“, so Dr. Pracz. „Die DRF Luftrettung stellt den Menschen hier in Berlin und der gesamten Region seit der Übernahme des Betriebs von Christoph 31 die komplette Palette der Luftrettung zur Verfügung, von der Rettungswinde über den Einsatz der beiden modernsten Hubschraubermuster H135 und H145 bis hin zum Einsatz von Blutkonserven und der Luftrettung in der Dunkelheit. Die DRF Luftrettung steht für Kompetenz und Innovationskraft, so beteiligen wir uns mit unserer medizinischen und fliegerischen Expertise an einem Projekt zur Entwicklung eines hybrid-elektrischen bemannten Fluggeräts, das für Patiententransporte eingesetzt werden soll. Durch Engagements wie dieses sehen wir uns gerüstet für künftige Herausforderungen, unter anderem auch im Zuge der laufenden Reformen im Gesundheitswesen.“

Christian Hochgrebe, Staatsekretär für Inneres des Landes Berlin, unterstrich in seinem Grußwort die wichtige Rolle der Luftrettung in der Bundeshauptstadt: „Aller guten Dinge sind drei – alle Luftrettungsmittel hier in Berlin liegen jetzt in einer Hand. Die DRF Luftrettung bringt eine enorme Erfahrung mit, sie ist bundesweit seit über 50 Jahren aktiv und auch schon seit über 30 Jahren hier in Berlin. Dies stärkt nach meiner festen Überzeugung insgesamt die Leistungsfähigkeit unsere Rettungssystems, in dem die Luftrettung ein wesentlicher Baustein ist. Ich danke der DRF Luftrettung sehr herzlich dafür, dass sie diese Aufgabe übernimmt – lassen Sie uns alle gemeinsam weiter daran arbeiten, die Luftrettung zu stärken.“

Dr. André-Michael Baumann, Leitender Branddirektor der Berliner Feuerwehr, warf in seinem Grußwort unter anderem einen Blick auf die Anfänge der Station und würdigte die wichtige Rolle von Christoph 31 in einer umfassenden und schnellen notfallmedizinischen Versorgung, insbesondere auch in den Randbezirken der Stadt. Er unterstrich die sehr guten Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der DRF Luftrettung in den vergangenen Jahrzehnten. Prof. Dr. Martin E. Kreis, Vorstand Krankenversorgung bei der Charité Universitätsmedizin Berlin, unterstrich in seinem Grußwort unter anderem die  anerkannte Professionalität und langjährige Erfahrung der DRF Luftrettung sowie die sehr gute Zusammenarbeit seit dem ersten Tag der Betriebsübernahme.

Der Betrieb der Berliner Luftrettungsstationen aus einer Hand schafft in der Bundeshauptstadt verlässliche Strukturen, stärkt die Versorgungssicherheit und erleichtert abgestimmte Abläufe über die gesamte Stadt hinweg. Die DRF Luftrettung deckt mit den drei Stationen in der Bundeshauptstadt das gesamte Leistungsspektrum der Luftrettung ab – von der Notfallrettung über Intensivtransporte bis hin zu Nachtflug und Windenrettungen. 

Christoph 31 in Berlin-Steglitz

Der Rettungshubschrauber ist täglich von Sonnenaufgang – frühestens 7 Uhr – bis Sonnenuntergang einsatzklar und erreicht Notfallorte in einem Umkreis von 60 Kilometern meist binnen weniger Minuten. Christoph 31 wird überwiegend zu Notfalleinsätzen alarmiert – etwa bei Herz Kreislauf Notfällen, schweren Verletzungen nach Unfällen oder akuten Erkrankungen, die eine schnelle notärztliche Versorgung erfordern. Die Besatzung besteht aus Piloten und Notfallsanitätern der DRF Luftrettung sowie Notärzten der Charité – Universitätsmedizin Berlin, die über langjährige Erfahrung und höchste medizinische Qualifikation verfügen. Unterstützt wird ihre Arbeit durch modernste Medizintechnik an Bord des Hubschraubers des Typs H135 von Airbus Helicopters. Mit der Betriebsübernahme setzt die DRF Luftrettung ein klares Zeichen für eine hochwertige medizinische Versorgung in der Region. Die Beauftragung der DRF Luftrettung läuft ab dem 1. Januar 2026 über vier Jahre, an der Ausschreibung zur Weiterführung wird sich die DRF Luftrettung beteiligen.

Zwei weitere Stationen der DRF Luftrettung in Berlin

Die Station von Christoph Berlin besteht seit Oktober 1994 und befindet sich am Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn. Tagsüber besteht die Crew aus einem Piloten, einem Notarzt sowie einem HEMS-TC/Notfallsanitäter. In den Nachtzeiten erweitert ein weiterer Pilot das Team. Christoph Berlin ist der einzige Intensivtransporthubschrauber in Berlin und erweitertem Umland, der 24-Stunden täglich einsatzbereit ist. Rund ein Viertel seiner Einsätze leistet er in der Dunkelheit.

Beauftragt durch die Senatsverwaltung für Inneres und Sport, hat die DRF Luftrettung am 2. Januar 2024 den Dienstbetrieb von Christoph 100 in Berlin-Buch aufgenommen. Die Station ist ganzjährig von 6:00 Uhr morgens bis 22:00 Uhr einsatzbereit und mit einer Rettungswinde ausgestattet. Einsätze in der Dunkelheit fliegen die Piloten mit Nachtsichtgeräten, sogenannten Night Vision Goggles. Christoph 100 wird als schneller Notarztzubringer in der Notfallrettung alarmiert. Seine Besatzung besteht aus zwei Piloten, einem Notfallsanitäter und einem Notarzt. Die medizinische Crew stellen die Berliner Feuerwehr und das Bundeswehrkrankenhaus Berlin. Ein Leuchtturm-Projekt zivil-militärischer Zusammenarbeit. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern können die drei Hubschrauber in maximal 15 Flugminuten erreichen.

Hintergrund: Europäischer Tag des Notrufs am 11.2.

Im Ernstfall zählt jede Minute – wer die Notrufnummer 112 wählt, rettet potenziell ein Leben. Darauf soll der heutige Europäische Tag des Notrufs aufmerksam machen: denn die Notrufnummer 112 ist in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union einheitlich. Bei Anruf lösen in Deutschland die an-geschlossenen Integrierte Leitstellen eine Kette von geeigneten Rettungsmaßnahmen aus; in bestimmten Fällen auch den Einsatz eines Rettungshubschraubers. Insbesondere bei potenziell lebensbedrohlichen Krankheits- oder Verletzungsbildern lassen sich Überlebens- und Heilungschancen deutlich erhöhen, wenn die sogenannte Prähospitalzeit möglichst kurzgehalten wird – also der Zeitraum zwischen dem Eintritt des Notfalls und dem Beginn der Versorgung in einer geeigneten Klinik. Der 11. Februar, der Europäische Tag des Notrufs, soll die Notrufnummer 112 bekannter machen und die Bevölkerung für dieses Thema sensibilisieren.

Weitere Informationen zum Europäischen Tag des Notrufs

Über die Station Berlin-Steglitz

Die im Jahr 1987 gegründete Station befindet sich am Charité Campus Benjamin Franklin in Steglitz-Zehlendorf.

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Über die Station Berlin-Marzahn

Am 14. Oktober 1994 erfolgte die Genehmigung für Christoph Berlin durch die damalige Senatsverwaltung Inneres.

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Über die Station Berlin-Buch

Beauftragt durch die Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport, hat die DRF Luftrettung am 2. Januar 2024 den Einsatzbetrieb von Christoph 100 aufgenommen.

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Über die DRF Luftrettung

Die Luftrettung mit Sitz in Filderstadt ist eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas.

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Die Flotte der DRF Luftrettung

Die DRF Luftrettung betreibt die europaweit modernste Flotte in der zivilen Luftrettung.

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Einsätze bei Dunkelheit

Ob Verkehrsunfall oder Herzinfarkt – Notfälle halten sich nicht an Tageszeiten.

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