Neue HEMS-Ausstattung für H135 und H145 der DRF Luftrettung: Gemeinsame Stretcherentwicklung mit Bucher Leichtbau

Das neue „Herzstück“ der bewährten Innenausstattung ist der Stretcher. (Quelle: DRF Luftrettung)

 

Die DRF Luftrettung hat mit Bucher Leichtbau einen weiteren Rahmenvertrag über die HEMS-Ausstattung ihrer Hubschrauber der Typen H135 und H145 abgeschlossen. In die Konfiguration der HEMS-Kits hat die Luftrettungsorganisation ihre langjährige Erfahrung und ihr Know-How eingebracht, insbesondere in die Entwicklung des Stretchers.

Die DRF Luftrettung setzt in der Innenausstattung ihrer neuen Maschinen weiter auf Bucher Leichtbau. Der unterzeichnete Rahmenvertrag zwischen den beiden Unternehmen umfasst 15 AC70 Kits für die H145 und bis zu 5 AC67 Kits für die H135, in deren Entwicklung die DRF Luftrettung ihre umfassende Praxiserfahrung und ihr technisches Know-How eingebracht hat. Das neue „Herzstück“ der bewährten Innenausstattung ist der Stretcher. Das neue Tragesystem für Patient*innen wurde vor Serieneinführung ausgiebig über ein Jahr lang an zwei Stationen der DRF Luftrettung getestet und erfüllt heute alle Anforderungen der HEMS Crew.

„Wir setzen bereits seit Jahren auf die HEMS-Ausstattung von Bucher Leichtbau, die unsere hohen Qualitätsanforderungen erfüllt. Durch unsere enge Zusammenarbeit konnten wir unsere Erfahrungen aus der Praxis direkt in die Entwicklung bei Bucher Leichtbau einfließen lassen. Die Modularität der Ausstattung bietet uns den Vorteil, dass sie auf verschiedene Einsatzprofile angepasst werden kann, beispielsweise für die Windenrettung oder spezielle Intensivtransporte“, erläutert Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung.

Angepasst auf die Anforderungen der Besatzungen und Patient*innen

Das neue Tragesystem verfügt über innovative Features, die die Besatzung entlasten und den Patient*innen zugutekommen. So ist der Stretcher optimiert für Umlagerungsprozesse: Muss ein Patient, eine Patientin beispielsweise auf dem Weg zwischen Hubschrauber und Klinik auf eine Trage des Rettungswagens umgelagert werden, ist dieser Vorgang zukünftig noch schonender und sicherer möglich. Die Besatzung wird entlastet, da auch medizinische Geräte sicher mitgeführt werden können. Zudem kann das neu entwickelte Kopfteil der Hubschraubertrage kraftunterstützt verstellt und damit der oder die Patient*in noch besser versorgt werden. Nicht zuletzt sorgt die gesamte Trage für noch mehr Anwendersicherheit – besonders in Start- und Landephasen der Hubschrauber und auch beim Einsatz mit Patient*innen am Boden.

Zunächst wurde der neue Stretcher für den Hubschraubertyp H135 entwickelt und anschließend für den Typ H145 (auf Rollenfahrsystem) modifiziert. Dank dieser Einheitlichkeit müssen sich die Besatzungen bei unterschiedlichen Hubschraubermustern nur auf ein System einstellen. Die Belastbarkeit der Trage mit bis zu 250 kg konnte bei der Modifikation auf das Hubschraubermuster H145 beibehalten werden.

 

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Quelle: Bucher Leichtbau

In Zukunft: Eigenständiger Einbau

Als erster Nutzer hat die DRF Luftrettung die Stretcher bereits an einigen Stationen eingeführt: In Halle (H135/H145), Friedrichshafen (H135) und Freiburg (H145) kommen die neuen Konfigurationen bereits zum Einsatz. Ab sofort werden alle neuen Maschinen im Rahmen der neuen HEMS-Kits entsprechend ausgerüstet. Die DRF Luftrettung plant, die HEMS-Kits künftig in ihrer Werft am Operation-Center am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden eigenständig in ihre Hubschrauber einzurüsten und wird diesen Service auch externen Kunden anbieten können. Entsprechende Schulungen von Bucher Leichtbau für die Techniker der DRF Luftrettung sind in Planung.

„Wir freuen uns sehr, dass unser Angebot überzeugt hat und wir die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der DRF Luftrettung fortführen können. Eine solch erfahrene Luftrettungsorganisation an unserer Seite zu haben, bedeutet für uns einen großen Mehrwert“, betont Beat Burlet, CEO von Bucher Leichtbau.