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Learjet und EC135

Hubschrauber und Flugzeuge, die Leben retten

Welche Hubschraubertypen gibt es bei der DRF Luftrettung? Wie viel wiegen unsere rot-weißen Hubschrauber? Und wie schnell fliegen unsere Ambulanzflugzeuge?

Hier stellen wir Ihnen spannende Fakten rund um die Leistungsfähigkeit und die spezielle Ausstattung unserer rot-weißen Flotte.

Luftrettung auf dem neusten Stand der Technik

Seit ihrem ersten Einsatzflug im Jahr 1973 setzt sich die DRF Luftrettung dafür ein, dass zusätzlich zur medizinischen auch die technische Weiterentwicklung der Luftrettung den Patient*innen zugutekommt. Denn für sie kann jede Minute entscheidend sein.

Je schneller und je besser ausgestattet unsere Notärzt*innen und Notfallsanitäter*innen den Einsatzort erreichen, desto besser sind die Chancen für unsere Patient*innen, wieder ganz gesund zu werden. Deshalb hat sich die DRF Luftrettung der kontinuierlichen Erneuerung und Weiterentwicklung ihrer Flotte verschrieben. So sind über die Jahre viele verschiedene Hubschraubertypen im Rettungsdienst und bei Intensivtransporten im Einsatz gewesen.

Was muss das ideale Luftrettungsmittel können?

Für die moderne Luftrettung muss ein Hubschrauber schnell, kompakt und wendig sein. Idealerweise ist er zudem wartungsarm sowie sparsam im Kerosinverbrauch und hat eine große Reichweite. Für den schonenden Transport von Patient*innen sollte er vibrationsarm sein und der Rotor darf keinen zu großen Durchmesser haben, damit Landungen auf kleinster Fläche möglich sind.

Heute gleichen unsere rot-weißen Maschinen fliegenden Intensivstationen, können bei Tag und Nacht starten, verfügen über Autopiloten und Warnsysteme. Die DRF Luftrettung hat diese Entwicklung mit ihren Innovationen als treibende Kraft maßgeblich vorangetrieben – und damit die Luftrettung insgesamt verbessert.

Instandhaltung und Wartung in eigener Hand

Damit unsere Hubschrauber und Flugzeuge täglich zu ihren lebensrettenden Einsätzen starten können, stellen eigene Techniker*innen die Wartung und Instandhaltung unserer Flotte zuverlässig sicher. Dafür bietet die Werft im Operation-Center der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden mit ihren 15 Wartungsdocks und den angrenzenden Werkstätten optimale Voraussetzungen.

All dies dient dem Ziel, Menschenleben zu retten. Das war und ist die Triebfeder, warum wir unsere Hubschraubertechnik immer weiter verbessern. Denn jedes Leben ist einzigartig.

Unser Service und Verkauf

Im Zuge unserer Flottenerneuerung mustern wir einige Hubschrauber aus. Durch unsere regelmäßige Wartung und Instandhaltung der Flotte bleiben gebrauchte Ersatzteile bei uns übrig. Die gebrauchten Hubschrauber und Ersatzteile bietet die DRF Luftrettung Kund*innen zum Kauf, freie Kapazitäten in unserer Werft bieten wir auch Externen als Dienstleistung an. Erfahren Sie folgend mehr dazu.

Unsere aktuelle Flotte
Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung im Flug
H145
Als erster Luftrettungsbetreiber weltweit übernimmt die DRF Luftrettung 2014 einen Hubschrauber des Typs H145 von Airbus. Im Vorfeld wirkt die Organisation an der Entwicklung und Zulassung des innovativen Innenraumkonzepts tatkräftig mit. Neben diesem begeistert die H145 mit neuester Technik wie dem Vier-Achsen-Autopiloten, erfüllt strengste Lärm- und Leistungsauflagen und ist nachtflugtauglich. Seit der ersten Indienststellung 2015 an der 24-Stunden-Station München wurde sie daher nach und nach an allen Nachflugstandorten der DRF Luftrettung eingeführt.
Hubschrauber mit Rettungswinde von unten
H145 mit Rettungswinde
Um Menschen in Not auch in schwer zugänglichem Gelände wie in Bergregionen schnelle Hilfe bringen zu können, verfügt die hochmoderne H145 an einigen Standorten über eine fest installierte Rettungswinde mit einem 90-Meter-Seil. Zur Vorbereitung auf die speziellen Anforderungen der Winden- und Bergrettung, führt die Akademie der DRF Luftrettung regelmäßig Windentrainings mit den Luftretter*innen durch.
Ankunft der neuen H145 mit Fünfblattrotor am Operation-Center
H145 mit Fünfblattrotor
Ende 2020 übernimmt die DRF Luftrettung den EU-weit ersten Hubschrauber des Typs H145 mit Fünfblattrotor und stellt diesen im März 2021 an der Station Stuttgart in Dienst. Dieser Typ bietet zum vierblättrigen Modell einige Vorteile: Unter anderem kann er mehr Nutzlast aufnehmen, liegt noch ruhiger in der Luft und dank seinem gelenklosen Rotorkopf verbessert sich seine Wartung. Nach und nach wird die DRF Luftrettung deshalb in ihrer eigenen Werft auch ihre bestehenden H145 von vier auf fünf Hauptrotorblätter umrüsten.
Halle im Gras Quelle DRF Luftrettung
H135
Seit September 2017 zählt der Hubschrauber des Typs H135 zur Flotte der DRF Luftrettung. Als Weiterentwicklung der EC135 zeichnet er sich insbesondere durch ein hochmodernes Glascockpit mit Avioniksystem aus, in dem die Pilot*innen alle wichtigen Flugdaten auf großen Bildschirmen angezeigt bekommen. Der Vier-Achsen-Autopilot, die verbesserte satellitengestützte Navigation und das Kollisions-und-Hindernis-Warngerät entlasten die Pilot*innen zusätzlich und sorgen für noch mehr Sicherheit.
Rot-weißer Hubschrauber am blauen Himmel
EC145
Aus der BK 117 geht ein Hubschraubertyp hervor, der seit 2003 Mitglied der rot-weißen Flotte ist: die EC145. Konstruktionsbestandteile wie der freiliegende Heckrotor wurden von der BK 117 übernommen, wesentliche Elemente der Technik sowie das Cockpit entstammen der EC135. Der digitale Autopilot und das Wetterradar dieses Typs erhöhen beim Nacht- und Instrumentenflug die Sicherheit für Crew und Patient*innen weiter. Ein wichtiger Aspekt für die DRF Luftrettung – auch, weil sie nächtlichen Einsätzen bereits seit 2003 zunehmende Bedeutung beimisst.
DRF Luftrettung Rettungshubschrauber EC135 Christoph im Flug.
EC135
Als offizieller Nachfolger der BO 105 führt die DRF Luftrettung den Hubschraubertyp EC135 an ihren Stationen ein. Der Startschuss dafür fällt im September 1996 mit den weltweit ersten beiden ausgelieferten EC135 als Rettungshubschrauber an die rot-weiße Luftrettungsorganisation. Dieser Typ galt damals als erste Hubschrauber-Neuentwicklung in Deutschland seit 25 Jahren. Durch seine kompakte Bauweise ermöglicht er der Crew, im Notfall auf noch kleineren Flächen zu landen, und durch den ummantelten Heckrotor ist er noch sicherer und leiser.
Zwei Personen hängen an einer Rettungswinde eines Hubschraubers der DRF Luftrettung.
EC135 mit Rettungswinde
Kompakt und wendig: Der Hubschrauber des Typs EC135 eignet sich, ausgestattet mit einer Rettungswinde, auch hervorragend für Windeneinsätze. Mit dem 90 Meter langen Seil können Notärzt*innen in schwer zugänglichem Gelände direkt zu Patient*innen abgeseilt werden. Zudem können schwer verletzte oder erkrankte Menschen mit der Seilwinde an Bord des Hubschraubers aufgenommen und schnellstmöglich in eine Klinik zur weiteren Behandlung geflogen werden.
Ein Ambulanzflugzeug der DRF Luftrettung steht vor einem Hangar
Lear 35A Ambulanzjet
Die eigens für den Einsatz in der Luftrettung ausgerüsteten Learjets bringen Menschen, die im Ausland einen Unfall hatten oder schwer erkrankt sind, sicher und schnell in ein geeignetes Krankenhaus. Dabei erfüllt die medizinische Ausstattung der Flugzeuge höchste Qualitätsmaßstäbe und gewährleistet eine optimale Betreuung. Verschiedene Schienungs- und Lagerungssysteme sowie spezielles Equipment ermöglichen zudem, schnell auf unterschiedlichste Gegebenheiten zu reagieren.