22.12.2021 |
Neues von den Stationen

Rendsburger Luftretter freuen sich über Spende der Landfrauen

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Die Besatzung der Station Rendsburg freut sich über eine erneute Spende der Landfrauen (Quelle: DRF Luftrettung)
Große Freude bei der Besatzung der Station Rendsburg über eine erneute Spende der Landfrauen. Vlnr: Notarzt Dr. Kai Berndt, Pilot Dirk Kugel, Frau Rohwer, Herr Rohwer, Notfallsanitäter Michael Arens und Pilot Andre Lienenlüke. (Quelle: DRF Luftrettung)

Am Anfang stand eine Rettung, heute vermerken die Abrechnungsbücher fast 30.000 Euro in knapp drei Dekaden – eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Doch fangen wir vorne an: Vor 27 Jahren erlitt der Mann der damaligen 1. Vorsitzenden der Landfrauen Rendsburg einen schweren Herzinfarkt auf einem Feld seines Betriebs, weit außerhalb des Ortes. Die Landfrauen sind sicher: Ohne den Einsatz von Christoph 42, dem Rendsburger Hubschrauber der DRF Luftrettung, hätte er nicht überlebt. Nach der glücklichen Rettung aus der Luft fragten sich die engagierten Frauen, wie sie die Station bei ihrer lebensrettenden Arbeit unterstützen könnten. Seither geht bei vielen Veranstaltungen eine Spendenbüchse herum, deren Inhalt einmal jährlich der Crew des rot-weißen Hubschraubers übergeben wird. 

Maike Rohwer, die Kassenführerin, erzählt, dass Zusammenhalt und Erfahrungsaustausch im Zentrum der Aktivitäten der Landfrauen stehen: „Eingeladen sind alle Frauen, die hier auf dem Land leben. Wir veranstalten beispielsweise Vorträge zu einer Reihe von praktischen Themen. Der richtige Baumschnitt kann dabei auf dem Programm stehen, es war aber auch schon ein Arzt da, der über Bluthochdruck aufgeklärt hat. Ausflüge machen wir ebenfalls, nächstes Jahr, wenn es die Pandemielage zulässt, sogar einen über mehrere Tage.“

Und auch das Spenden für die DRF Luftrettung gehört zum festen Programm. Als vor einigen Jahren die Frage laut wurde, ob man nicht auch einmal für etwas anderes spenden könne, lud Maike Rohwer kurzerhand Vertreter der Station zur Hauptversammlung ein. „Die fachlichen Erklärungen und die Geschichten aus dem Stationsalltag kamen gut an und danach waren alle wieder überzeugt, dass die regelmäßige Spende bei den Luftrettern gut angelegt ist. Denn eines ist klar“, unterstreicht sie: „Gerade auf dem Land mit seinen oft weiten Wegen zum nächsten Krankenhaus kann der Einsatz von Christoph 42 über Leben und Tod entscheiden.“ 

Kürzlich war es dann wieder soweit, der Besuch an der Station und die Scheckübergabe standen an. Der Leitende Hubschrauberarzt, Dr. Kai Berndt, Pilot Dirk Kugel, Notfallsanitäter Michael Arens und Pilot Andre Lienenlüke nahmen die Spende entgegen und dankten im Namen der gesamten DRF Luftrettung für diese außergewöhnliche Unterstützung. „Ein großes Dankeschön an die Landfrauen für ihr Engagement für unsere Station“, so Dirk Kugel. „Ihre Spenden helfen uns dabei, unserem Anspruch gerecht zu werden, unsere Patientinnen und Patienten immer optimal zu versorgen. Zudem tragen sie seit drei Jahrzehnten entscheidend dazu bei, dass unsere Station in der Bevölkerung große Akzeptanz genießt und die Menschen Christoph 42 als ‚ihren Hubschrauber‘ sehen. Auch dafür danken wir von Herzen.“