08.01.2018 | News-Bericht

19-Jähriger erleidet Schädelbruch

  • Die Berliner Besatzungen der DRF Luftrettung sind rund um die Uhr einsatzbereit. Kürzlich benötigte ein junger Autofahrer nach einem schweren Autounfall schnellstmöglich notärztliche Hilfe. Symbolbild.
    Die Berliner Besatzungen der DRF Luftrettung sind rund um die Uhr einsatzbereit. Kürzlich benötigte ein junger Autofahrer nach einem schweren Autounfall schnellstmöglich notärztliche Hilfe. Symbolbild.

Es ist schon später Abend, als die Crew von Christoph Berlin Anfang Dezember mit dem rot-weißen Hubschrauber der DRF Luftrettung Richtung Oranienburg (Brandenburg) startet. Dort, südlich des Grabowsees im Landkreis Oberhavel, war ein 19-Jähriger mit seinem Ford auf einer Chaussee unterwegs, die direkt durch ein Waldgebiet führt. Als der junge Mann unvermittelt in einer Rechtskurve von der Straße abkam, prallte er gegen einen Baum am Wegrand. Der Fahrer wurde in seinem völlig zerstörten Auto eingeklemmt. Neben einem Rettungswagen, einem bodengebundenen Notarzt und der Feuerwehr entsendet die Leitstelle auch Christoph Berlin zur Unglücksstelle.

In der Dunkelheit machen sich Pilot Reinhold Berle, Pilot Michael Juraschek, Notfallsanitäter Erik Haucke und Hubschraubernotarzt Dr. Paavo Beth auf den Weg. Nur sechs Minuten nach dem Start erreicht die Besatzung die Chaussee. Die H 145 der DRF Luftrettung auf der Straße aufzusetzen ist jedoch unmöglich. „Es handelte sich um sehr enges und bewaldetes Gebiet, wir konnten also nicht direkt an der Unfallstelle runter. Wir landeten aber auf einem Sportplatz in der Nähe. Einige der Feuerwehrkräfte hatten diesen schon für uns ausgeleuchtet und brachten uns dann in ihrem Fahrzeug zu dem verunglückten Mann“, schildert Haucke. Dies ermöglichte der Besatzung ein rasches Handeln: „Es war ein Einsatz, der sowohl technisch als auch logistisch hervorragend ablief.“ Gerade durch die schnelle Unterstützung der Wehr habe die Rettungskette „lückenlos funktioniert“, was wegen des Verletzungsgrades des Verkehrsopfers von größter Bedeutung gewesen sei.

Denn als Haucke und Hubschraubernotarzt Dr. Beth bei dem mittlerweile aus seinem Auto befreiten 19-Jährigen eintreffen, erkennen sie die ernste medizinische Lage. „Bei unserer Ankunft am Unfallort fanden wir einen schwerverletzten, bewusstlosen Mann vor. Nach der ersten Untersuchung vermuteten wir eine schwere Schädelverletzung mit möglicher Hirnblutung, eine Beckenfraktur, sowie ein Thoraxtrauma. Es stand nicht gut um ihn. Und so gab es am Einsatzort noch einiges zu tun für uns, bevor wir wieder abheben konnten. Wir versorgten den Patienten mit einem Beckengurt, zwei Thoraxdrainagen, intubierten und beatmeten ihn“, beschreibt der Notfallsanitäter die notärztliche Versorgung durch das Team von Christoph Berlin.

Nach der Stabilisierung des jungen Ford-Fahrers, bereiten sie ihn für den Transport vor und laden ihn in die Maschine der DRF Luftrettung ein. Unverzüglich hebt Christoph Berlin daraufhin mit dem Schwerverletzten an Bord ab und fliegt ihn für die weitere Versorgung zum Unfallkrankenhaus Berlin, welches die Crew bereits nach rund zehn Minuten erreicht.

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