28.03.2017 | News-Bericht

Besatzung von RK-2 rettet gestürzten Freerider

  • Die Besatzung von RK-2 brachte kürzlich einem Freerider schnelle Hilfe, der im Gebiet "Neue Welt" an der Zugspitze abgestürzt war.
    Die Besatzung von RK-2 brachte kürzlich einem Freerider schnelle Hilfe, der im Gebiet "Neue Welt" an der Zugspitze abgestürzt war.

1.800 Höhenmeter in der Abfahrt, bis zu 45 Grad steiles Gelände, 60 Meter Abseilstrecke – die Skiabfahrt durch das Gebiet „Neue Welt" im Zugspitzgebiet gilt als eine der eindrucksvollsten in den Nordalpen. Sie verspricht Pulverschnee und ein unvergessliches Naturerlebnis an Deutschlands höchstem Berg, sie fordert von den Skifahrern aber auch großes Können und viel Erfahrung abseits präparierter Pisten.

Die in Reutte stationierte Besatzung der ARA Flugrettung wurde vor wenigen Tagen alarmiert, um einen Skifahrer zu retten, dem das steile Gelände zum Verhängnis geworden war. Mit zwei weiteren Skitourengehern Richtung Ehrwald unterwegs, hatte er auf fast 3.000 Metern Höhe den Halt verloren und war über felsiges Gelände rund 150 Meter weit abgestürzt. Auf einem Schneefeld blieb er schließlich liegen.

Seine schockierten Begleiter wählten die Notrufnummer und schilderten dem Disponenten der Leitstelle Tirol das Unglück. Dieser warf sofort einen Blick auf den Bildschirm, der die im Moment verfügbaren Hubschrauber der Region anzeigt. RK-2 aus Reutte war frei! Das Besondere an der in Reutte stationierten Maschine ist ihre Rettungswinde, die es erlaubt, Menschen auch in sehr schwer zugänglichem Gelände schnell notärztlich zu versorgen und auszufliegen.

Nur Minuten nach dem Anruf bei der Leitstelle konnten die Skifahrer bereits den Hubschrauber hören. Die Besatzung sichtete die Gruppe und Pilot Jörg Straub hielt Ausschau nach einem Landeplatz. Schnell war klar, dass tatsächlich die Winde zum Einsatz kommen würde. Windenoperator Harald Marth bereitete alles vor, dann ging der Pilot in den Schwebeflug. Notärztin Dr. Stelle Oelert und Flugretter Thomas Lutz wurden zum Verletzten abgelassen.

Sie untersuchten den verunglückten Skifahrer und stellten eine Reihe schwerer Verletzungen fest, vor allem an den Beinen. Die Notärztin ordnete daher einen unverzüglichen Transport des Mannes in die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau an. Sie bereitete zusammen mit Thomas Lutz den Mann für das Hochziehen zum Hubschrauber vor. Dann flog der Pilot die Einsatzstelle mit ausgefahrener Winde wieder an. Die Retter hängten sich und den im Bergesack gesicherten Patienten an der Winde ein und wurden zum Hubschrauber hochgezogen. Als alle sicher an Bord der rot-weißen BK 117 waren, nahm Jörg Straub Kurs auf Murnau. Wenig später übergab die Besatzung den Verletzten dem Schockraumteam der Unfallklinik in Murnau.

 

 

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