04.01.2019 | News-Bericht

Christoph 11 transportiert drei Monate alte Patientin

  • Ein Baby mit einer extrem hohen Herzfrequenz musste in einer Kinderintensivstation versorgt werden. Die Besatzung von Christoph 11 der DRF Luftrettung nahm für den Transport eine Kinderärztin und eine Kinderkrankenschwester an Bord. Symbolbild.
    Ein Baby mit einer extrem hohen Herzfrequenz musste in einer Kinderintensivstation versorgt werden. Die Besatzung von Christoph 11 der DRF Luftrettung nahm für den Transport eine Kinderärztin und eine Kinderkrankenschwester an Bord. Symbolbild.

Die Crew von Christoph 11 versorgte gerade einen elfjährigen Jungen in Trossingen. Der hatte sich bei einem Sportunfall am Bein verletzt. Da erreichte die Luftretter bereits die nächste, abendliche Alarmierung. Es galt, ein zweiköpfiges Team für Kindernotfälle an Bord zu nehmen und zu einem Baby zu bringen. Ein drei Monate altes Mädchen aus Immendingen wurde gemeldet, das eine „extrem hohe Herzfrequenz, um die 270 Schläge pro Minute“ aufwies, erklärt Pilot Roy Fleischer. Im Schwarzwald-Baar-Klinikum in Villingen-Schwenningen hatten sich schon eine Kinderärztin und eine Kinderkrankenschwester bereit gemacht, die auf solche Fälle spezialisiert sind. Mit dem rot-weißen Hubschrauber als schnellstmöglichem Transportmittel sollten Fleischer und seine Kollegen die beiden Frauen nun umgehend nach Immendingen fliegen. Von den zwei Expertinnen durchgehend betreut, sollte der abgeholte Säugling dann zur Weiterbehandlung wieder zum Schwarzwald-Baar-Klinikum geflogen werden. „Unsere Leitstelle fragte nach, ob wir abkömmlich seien“, erzählt Fleischer. Aufgrund der nicht so gravierenden Verletzungen des Elfjährigen wurde die Besatzung der DRF Luftrettung aus Villingen-Schwenningen nicht mehr in Trossingen gebraucht und konnte der Leitstelle neue Einsatzbereitschaft melden.

Sofort startete die Crew von Christoph 11, Kurs zurück nach Villingen-Schwenningen, zu ihrer direkt an dem Krankenhaus gelegenen Station. Dort angekommen, standen die Pädiaterin und die Kinderkrankenschwester schon bereit. Gemeinsam wurde ein Inkubator, umgangssprachlich auch „Brutkasten“ genannt, in der rot-weißen Maschine der DRF Luftrettung installiert. Mit diesem medizintechnischen Gerät können Säuglinge bei geregelter Temperatur und Luftfeuchtigkeit gut geschützt transportiert werden. Nachdem die beiden Spezialistinnen vom Schwarzwald-Baar-Klinikum zusätzlich an Bord genommen wurden, machten sich Roy Fleischer, Co-Pilot Kilian Szulmirski und Notfallsanitäter Benjamin Lehmann umgehend auf den Weg nach Immendingen.

Wenig später erreichten sie die an der Donau gelegene Gemeinde. Die örtliche Feuerwehr, berichtet Roy Fleischer, hatte schon einen kleinen Sportplatz „sehr gut ausgeleuchtet und abgesichert“, so dass Fleischer und Szulmirski die H 145 der DRF Luftrettung rasch aufsetzten. „Das ,Kinderteam‘ konnte die Patientin gleich an der Landestelle im Rettungswagen übernehmen, da der bodengebundene Rettungsdienst das Baby zu unserem Landeplatz gebracht hatte“, schildert Fleischer. Erfreulicherweise sei der Zustand des Säuglings nicht kritisch gewesen: „Die Situation war bereits etwas entspannter und die Herzfrequenz wieder gesunken. Nach einer kurzen Vorbereitung durch die Pädiaterin und die Kinderkrankenschwester konnten wir das Mädchen dann in den Inkubator legen, damit es den Flug sicher und warm übersteht.“

Erneut hob Christoph 11 ab, und die Besatzung flog zurück zum Schwarzwald-Baar-Klinikum. Nach nur neun Minuten kam sie dort an, und das das zweiköpfige Spezialistenteam nahm die kleine Patientin im Inkubator direkt mit auf die Kinderintensivstation. Die Luftretter aus Villingen-Schwenningen, die 24 Stunden einsatzbereit sind, waren bereit für den nächsten Einsatz.

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