25.01.2016 | News-Bericht

Christoph 43 zieht vorübergehend um

  • Letzter Start von Christoph 43 an der "alten" Station Karlsruhe.
    Letzter Start von Christoph 43 an der "alten" Station Karlsruhe. Foto: Tim Schuler
  • Tagsüber flog der Karlsruher Rettungshubschrauber noch seine letzten Einsätze von den St. Vincentius-Kliniken aus. Foto: Ole Meisen
    Tagsüber flog der Karlsruher Rettungshubschrauber noch seine letzten Einsätze von den St. Vincentius-Kliniken aus. Foto: Ole Meisen
  • Über 47.500-mal wurde Christoph 43 von dort aus zu lebensrettenden Einsätzen alarmiert. Foto: Ole Meisen
    Über 47.500-mal wurde Christoph 43 von dort aus zu lebensrettenden Einsätzen alarmiert. Foto: Ole Meisen

Michael Niegisch, Stationsleiter und Pilot an der Karlsruher Station der DRF Luftrettung, stieg in die rot-weiße EC 135 und setzte seinen Helm auf. Er ließ die Triebwerke des Hubschraubers an und bereitete den Start vor. Alle Handgriffe waren wie immer, und doch war es nicht wie immer: Er und Achim Jülle, Notfallsanitäter an Bord von Christoph 43, starteten nicht zum Einsatz, sondern um den Hubschrauber zur Interims-Station am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden zu bringen.

Umfangreiche Baumaßnahmen an den St. Vincentius-Kliniken in Karlsruhe erfordern die vorübergehende Verlegung der Luftrettungsstation der DRF Luftrettung. „Dieser Schritt war notwendig, damit wir den Betrieb unseres Rettungshubschraubers Christoph 43 auch während des Klinikneubaus sicherstellen können“, erläutert Dr. Hans Jörg Eyrich, Vorstand der DRF Luftrettung. „Ein anderer Interimsstandort stand aufgrund der für den Betrieb notwendigen Infrastruktur und der benötigten umfangreichen luftfahrtrechtlichen Genehmigungen nicht zur Verfügung“, so Dr. Hans Jörg Eyrich. Die Entscheidung für den Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden als Interimsstandort wurde in Abstimmung mit dem baden-württembergischen Innenministerium als der für den Rettungsdienst zuständigen obersten Landesbehörde getroffen.

1975 wurde Christoph 43 an den St. Vincentius-Kliniken in Karlsruhe stationiert. Seither wurden die badischen Luftretter über 47.500-mal alarmiert. Michael Niegisch kam vor 24 Jahren an die Station, Achim Jülle vor 27. Der Pilot erzählt, dass der letzte Start von der „alten“ Station aus für ihn persönlich schon ein wenig komisch war: „Die Kollegen hatten noch zwei Einsätze geflogen gestern, bei einem Autounfall auf der A5 und zu einem Jugendlichen nach einem Rodelunfall. Nach dem offiziellen Dienstende übernahmen wir die Maschine und machten uns auf zum Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden. Achim Jülle und mir war es wichtig, die Überführung als dienstälteste Kollegen selbst durchzuführen. Für uns zwei war es mit ein wenig Wehmut verbunden, die Station nach so vielen Jahren zu verlassen, auch wenn es nur eine Interimslösung ist. An der Einsatzbereitschaft von Christoph 43 wird sich nichts ändern. Wir sind wie gewohnt täglich von 7:00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit, um der Bevölkerung schnelle medizinische Hilfe zu bringen.“

 

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