17.06.2020 | News-Bericht

Christoph Sachsen-Anhalt mit EpiShuttle im Einsatz

  • Die Funktionsweise des EpiShuttle wird bei der offiziellen Indienststellung demonstriert.
    Die Funktionsweise des EpiShuttle wird bei der offiziellen Indienststellung demonstriert.

Intensivtransporthubschrauber „Christoph Sachsen-Anhalt“ wurde als weiterer Hubschrauber der DRF Luftrettung mit einem „EpiShuttle“ ausgestattet, welches heute offiziell in Dienst gestellt wurde. Vor der Ausstattung haben die medizinischen Besatzungen der Station Einweisungen und Trainings für einen geübten und sicheren Umgang mit dem System erhalten.

Durch den Einsatz des EpiShuttle sind sowohl Patienten als auch die Hallenser Luftretter optimal geschützt, und die Crew kann sich besser auf die medizinische Versorgung des Patienten konzentrieren. Zudem sparen die Besatzungen wertvolle Zeit und können den Hubschrauber sehr rasch wieder für Einsätze zur Verfügung stellen, da die besonders aufwändige Desinfektion des Hubschraubers nach Einsätzen mit Corona-Infizierten, aber auch anderen infektiösen Patienten, nicht notwendig ist.

„Die zentrale Lage der Station in Mitteldeutschland und die 24-Stunden-Einsatzbereitschaft von Christoph Sachsen-Anhalt waren für uns ausschlaggebend, das nächste verfügbare EpiShuttle in Halle einzusetzen. Mit der Ausstattung des Intensivtransporthubschraubers führen wir die bundesweite Verteilung der EpiShuttle weiter fort und erweitern das Einsatzspektrum unserer Hallenser Luftretter“, erläutert Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung.

Das innovative EpiShuttle erlaubt es, Patienten mit hochinfektiösen Krankheiten, z.B. bei einer Corona-Infizierung, wie in einer Isolierstation zu transportieren: Der Patient liegt unter einer durchsichtigen Abdeckung, kann über luftdichte Zugänge an ein Intensivbeatmungsgerät angeschlossen sowie zeitgleich überwacht und behandelt werden. Sie stehen auch nach der aktuellen Pandemie zur Verfügung und verbessern somit nachhaltig das Gesundheitssystem durch ein erweitertes Einsatzspektrum. So können die Isoliertragen zukünftig auch bei anderen Infektionen, z.B. bei möglichen Influenzawellen, zum Einsatz kommen. Die medizinischen Besatzungen der Stationen wurden im Vorfeld eingehend mit dem EpiShuttle vertraut gemacht, unter anderem durch ein umfangreiches Einsatzkonzept, das unterschiedlichste Szenarien berücksichtigt. Somit sind die Crews in der Lage, bei entsprechender Indikation, Transporte mit dem EpiShuttle nach höchsten Sicherheitsstandards durchzuführen. Die Kosten für ein EpiShuttle liegen derzeit bei circa 40.000 Euro.

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