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15.01.2018 | News-Bericht

Dreijährige ertrinkt beinahe in Thüringer Fluss

  • Dramatische Rettungsaktion für ein dreijähriges Mädchen am ersten Weihnachtsfeiertag. Symbolbild.
    Dramatische Rettungsaktion für ein dreijähriges Mädchen am ersten Weihnachtsfeiertag. Symbolbild.

Am ersten Weihnachtstag ruft die Rettungsleitstelle Saalfeld Christoph Thüringen wegen eines dramatischen Vorfalls zur Hilfe: Eine Dreijährige ist beim Spielen in die durch Lichte fließende, eiskalte Piesau gestürzt. Das Wasser reißt das Kind mit. Der Vater versucht es zunächst vergeblich zu retten, rennt dem immer weiter davontreibenden Mädchen nach.

Dann geht ein Notruf bei der Landeseinsatzzentrale Thüringen ein, die sofort alle verfügbaren Einheiten in Marsch setzt. Ein glücklicher Zufall will es, dass eine Streife der Bundespolizei zufällig nur einen Kilometer vom Ort des Geschehens entfernt ist und den Funkspruch der Landespolizei zur Alarmierung der Hilfskräfte mithört. Kurz darauf treffen die Polizisten beim immer noch in Panik am Ufer entlangrennenden Vater ein – mit vereinten Kräften gelingt es jetzt endlich, das Mädchen aus dem Wasser zu ziehen.

Als der bodengebundene Notarzt sowie Rettungsdienst eintreffen, muss das verunglückte Kind reanimiert werden. Es ist stark unterkühlt, hat beim Sturz in den Fluss ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten, es kommt zum Herzkreislaufstillstand. Weil das Kind unverzüglich in einer Klinik der Maximalversorgung behandelt werden muss, wird Christoph Thüringen, der in Bad Berka beheimatete Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung, ebenfalls alarmiert. Beim Abflug von der dortigen Luftrettungsstation, so wird Pilot Heiko Unterburger später berichten, sei das Wetter noch gut gewesen. Doch je weiter er gemeinsam mit dem Hubschraubernotarzt Dr. Detlef Hammer und Rettungsassistenten Christoph Lundershausen gen Einsatzort geflogen sei, desto schlechter wurde das Wetter: „Es gab relativ tiefe Bewölkung. Wir sind im Tal angeflogen und kamen sicher bis nach Lichte. Wir landeten am Ortsrand auf einer Wiese und die Feuerwehr reagierte schnell. Kaum waren die Kufen am Boden, war schon ein Feuerwehrauto da und brachte den Notarzt und den Rettungsassistenten zur Einsatzstelle.“, schildert Unterburger. Die Landespolizeiinspektion Saalfeld würdigt den Einsatz von  Christoph Thüringen später als fliegerische Meisterleistung.

Direkt nach dem Eintreffen am Einsatzort unterstützen der Hubschraubernotarzt und der Rettungsassistent der DRF Luftrettung den bodengebundenen Arzt und die Rettungswagenbesatzung; Polizei, Feuerwehr, Notfallseel- und Einsatznachsorger waren ebenfalls aktiv. „Die Rettungskette hat sehr gut funktioniert, es war ein gelungenes Zusammenspiel aller Kräfte“, berichtet Heiko Unterburger. So wurde das beinahe ertrunkene Kind für den Flug im Hubschrauber vorbereitet, in die rot-weiße EC 145 geladen und zur weiteren Behandlung schnellstmöglich in die Uniklinik Jena geflogen. „Unter Weiterführung der Reanimation“, erläutert der Pilot. Im Jenaer Krankenhaus angekommen, übergab die Crew von Christoph Thüringen das Kind sofort nach der Landung zur umfassenden medizinischen Versorgung.

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