19.09.2019 | News-Bericht

Gleitschirmflieger stürzt in den Schwarzwald

  • Die Crew der DRF Luftrettung sucht von oben nach dem verunglückten Gleitschirmpilot und ortet so den genauen Unfallort (Symbolbild).
    Die Crew der DRF Luftrettung sucht von oben nach dem verunglückten Gleitschirmpilot und ortet so den genauen Unfallort (Symbolbild).

Als die Crew von Christoph 43 vor einer Woche durch die Rettungsleitstelle Ortenau in ein Waldgebiet im Schwarzwald gerufen wird, ist die genaue Örtlichkeit eines Unfalls zunächst unklar: Irgendwo zwischen dem Starthang und dem Landeplatz soll ein Gleitschirmflieger abgestürzt sein und in unwegsamem Gelände liegen. Pilot Volker Buchmann, Notfallsanitäter Achim Jülle und Notärztin Dr. Eleni Katsadourou treffen nach nur sechs Flugminuten mit dem rot-weißen Hubschrauber der DRF Luftrettung als erstes Rettungsmittel in dem Gebiet ein.

Die Crew fliegt den Bereich, in dem der verunglückte Gleitschirmpilot gemeldet worden ist, zügig ab und findet den 62-Jährigen rasch: Er liegt am Boden, zwischen Bäumen. Daraufhin positioniert Pilot Buchmann den in Karlsruhe beheimateten Hubschrauber im hohen Schwebeflug über der genauen Einsatzstelle, damit die inzwischen ebenfalls anrückenden Bodenkräfte sie gleichermaßen finden können. Allerdings haben Rettungswagen und Bergwacht große Schwierigkeiten, dorthin zu gelangen; deren Anfahrt gestaltet sich langwierig. Gleichzeitig kann die Einsatzmaschine der DRF Luftrettung an der Unglücksstelle aufgrund des Baumbestands nicht landen.

Das Team von Christoph 43 erwägt deshalb die Hinzuziehung eines Hubschraubers mit Rettungswinde, jedoch steht ein in Frage kommender Hubschrauber der Landespolizei zeitnah nicht zur Verfügung. Volker Buchmann, Dr. Eleni Katsadourou und Achim Jülle entschließen sich aus diesem Grund, die Notärztin an einer abschüssigen Wiese aussteigen zu lassen, damit sie vom bodengebundenen Rettungsdienst aufgenommen und weiter zum Verunfallten gebracht werden kann. Dazu hält Pilot Buchmann die rot-weiße EC 135 im „angestützten Absetzverfahren“ schwebend über dem Hang, und die Hubschraubernotärztin verlässt die Maschine.

Als Dr. Katsadourou schließlich den Gleitschirmflieger erreicht und zu untersuchen beginnt, stellt sie ein Wirbelsäulen- sowie ein Thoraxtrauma bei dem Mann fest. Der Patient wird im Anschluss an die erste Versorgung zum Landeplatz der Gleitschirmflieger gefahren und dort in den Hubschrauber umgeladen, damit er auf dem Luftweg schnellstmöglich ins Ortenau-Klinikum Offenburg gebracht und weiter behandelt werden kann.

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