30.08.2018 | News-Bericht

Kitesurfer kollidieren miteinander

  • Christoph Europa 5 fliegt schwer verletzten Kite-Surfer in Klinik. Symbolbild.
    Christoph Europa 5 fliegt schwer verletzten Kite-Surfer in Klinik. Symbolbild.

Bei einem Kitesurfing-Wettbewerb am Strand von Sankt-Peter-Ording wurde zwei Wassersportlern der rasante Freizeitspaß zum Verhängnis. Die ebenso als Lenkdrachensegeln bekannte Aktivität sieht vor, auf einem Brett stehend von einem Lenkdrachen über Wellen gezogen zu werden. Wie viele andere „Kiter“ waren auch ein 31-jähriger Mann und eine 23-jährige Frau auf dem Meer, als es zu einem Unfall kam: Beim Wellenreiten prallten die beiden im Sprung gegeneinander, kollidierten damit buchstäblich „in der Luft“, wie es Jürgen Voiß ausdrückt. Der Pilot von Christoph Europa 5 wurde gemeinsam mit seinen Kollegen, Hubschraubernotarzt Prof. Dr. Ulf Linstedt und Notfallsanitäter Carsten Dummann, zur Einsatzstelle entsandt.

Sofort machte sich das Niebüller Team der DRF Luftrettung auf den Weg nach Sankt-Peter-Ording. Kurz darauf traf die Besatzung über dem Strand der nordfriesischen Gemeinde ein und landete ebendort. „Das ist ein relativ fester Sand, auf dem man gut stehen kann“, ergänzt Carsten Dummann. Gemeinsam mit Ulf Linstedt lief er sogleich zu den Verunglückten. Ein Rettungswagen war bereits da. „Nach der Alarmierung waren wir davon ausgegangen, dass es vor allem um die Frau geht. Aber tatsächlich war sie nicht so schlimm verletzt, dass sie nicht auch bodengebunden transportiert werden konnte“, so der Notfallsanitäter. Hubschraubernotarzt Ulf Linstedt sei jedoch gleich der kritische Zustand des zweiten, sehr benommenen Unfallbeteiligten aufgefallen: Der 30-jährige Sportler hatte sich offenkundig weitaus schwerer verletzt als die 23-Jährige. Bei ihm wurden vorläufig eine Fraktur der Halswirbelsäule und eine schwere Gehirnerschütterung festgestellt. Während sich die Rettungswagenbesatzung um die junge Frau kümmerte, versorgte die medizinische Besatzung von Christoph Europa 5 umgehend den Surfer. Ihm wurde ein „Stiffneck“, eine sogenannte „Halskrause“, angelegt, durch die die Halswirbelsäule des Patienten stabilisiert werden konnte.

Anschließend luden Voiß, Linstedt und Dummann den Mann in die Maschine der DRF Luftrettung ein, und Jürgen Voiß startete erneut die Triebwerke der rot-weißen BK 117. Nach knapp fünfzehn Minuten erreichte die Crew die Westküstenklinik in Heide. Dort übergab sie den Patienten für die weitere medizinische Versorgung an das behandelnde Ärzteteam. Doch kaum hatten die nordfriesischen Luftretter wieder ihren Hubschrauber bestiegen, da führte sie die Folgealarmierung erneut nach Sankt-Peter-Ording: Ein Kind hatte sich hier Verbrühungen zugezogen und benötigte nun – ebenso wie der Wassersportler zuvor – schnelle Hilfe durch Christoph Europa 5.

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