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02.06.2017 | News-Bericht

Unvermuteter Verursacher von Halsproblemen

  • Schnell zur Stelle war die Leonberger Crew der DRF Luftrettung, als ein kleiner Junge plötzlich husten musste und Blut spuckte. Symbolbild.
    Schnell zur Stelle war die Leonberger Crew der DRF Luftrettung, als ein kleiner Junge plötzlich husten musste und Blut spuckte. Symbolbild.

Bange Momente erlebte kürzlich eine Familie in einem kleinen Ort im Enzkreis: Beim Abendessen fing der sechsjährige Sohn auf einmal an zu husten, klagte über starke Schmerzen im Hals und erbrach sich blutig.

Die besorgten Eltern riefen über die Notrufnummer 112 den Rettungsdienst, die Leitstelle alarmierte den in Leonberg stationierten Hubschrauber der DRF Luftrettung. Die Crew um Pilot Volker Dejung war erst kurze Zeit zuvor von einem Einsatz zurückgekommen und startete unverzüglich Richtung Nordosten. Nachdem Volker Dejung die rot-weiße Maschine unter den erstaunten Blicken der Anwohner im Wohngebiet abgesetzt hatte, eilten Hubschraubernotarzt Dr. Matthias Plattner und Notfallsanitäter Joachim Böttinger zu ihrem jungen Patienten.

Joachim Böttinger beschreibt, wie er zusammen mit Dr. Plattner nach einer Erklärung für die Symptome des Jungen suchte: „Der starke Hustenreiz und die Schmerzen im Hals sind klassische Indizien dafür, dass ein Fremdkörper tief im Rachenraum steckt. Die Familie hatte für das Abendessen Fisch und Geflügel gegrillt, sodass es möglich war, dass der Patient eine Gräte oder einen Knochensplitter verschluckt hatte. Fest stand auf jeden Fall, dass die Gesundheit des Jungen in Gefahr war und der Fremdkörper schnell gefunden und entfernt werden musste. Also beschlossen wir, ihn in das Olgahospital nach Stuttgart zu fliegen."

Die Ärzte in der Kinderklinik fanden den Verursacher der Probleme und konnten ihn mit speziellen Instrumenten entfernen: Anders als erwartet kam jedoch nicht eine Gräte zum Vorschein, sondern etwas deutlich Gefährlicheres: Eine Drahtborste, die von einer Bürste abgefallen war, mit der der Vater des Jungen zuvor den Grill gereinigt hatte.

Nachdem die Ärzte den Fremdkörper direkt neben dem Kehlkopf des Kindes entfernt hatten, konnte der junge Patient die Klinik wieder verlassen.

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