02.04.2019 | News-Bericht

Verunglückter Lkw-Fahrer stundenlang im Führerhaus eingeklemmt

  • Eine langwierige Rettungsaktion zog ein schwerer LKW-Unfall bei Rohrdorf kürzlich nach sich. Die Cresw der DRF Luftrettung aus Villingen-Schwenningen flog den schwer verletzten Fahrer nach seiner Befreiung aus dem Fahrzeugwrack in eine Klinik.
    Eine langwierige Rettungsaktion zog ein schwerer LKW-Unfall bei Rohrdorf kürzlich nach sich. Die Cresw der DRF Luftrettung aus Villingen-Schwenningen flog den schwer verletzten Fahrer nach seiner Befreiung aus dem Fahrzeugwrack in eine Klinik.

An einem Montagnachmittag Ende März befährt ein Lasterfahrer die Landstraße 362 von Rohrdorf in Richtung Ebhausen, als plötzlich der Reifen des linken Vorderrades platzt. Der mit Sand beladene Lkw kommt daraufhin ins Schleudern, gerät auf die Gegenfahrbahn und stürzt schließlich etwa drei Meter tief in ein Bachbett. Der 57-jährige Fahrer wird im Führerhaus eingeklemmt und erleidet schwere Verletzungen.

Neben der Feuerwehr, die das Unglücksopfer aus dem Fahrzeugwrack befreien soll, und dem bodengebundenen Rettungsdienst, entsendet die Leitstelle auch Christoph 11. Das Team der DRF Luftrettung aus Villingen-Schwenningen, an diesem Tag bestehend aus Pilot Roy Fleischer, Hubschraubernotarzt Dr. Andreas Weigl sowie Notfallsanitäter Benjamin Lehmann, macht sich sofort auf den Weg ins 60 km Luftlinie entfernte Rohrdorf. Kurz darauf erreicht die Crew die Unfallstelle, an der die Bodenkräfte bereits eingetroffen sind, und Roy Fleischer landet die rot-weiße H 145 in unmittelbarer Nähe zu dem Bachbett auf einer Wiese.

Insgesamt über drei Stunden lang ist der verunglückte Fahrer vom Becken ab abwärts eingeklemmt. Die Feuerwehr muss zunächst mehrere Bäume an der Böschung fällen, so berichtet das Polizeipräsidium Karlsruhe, ehe der Laster mit einem Spezialkran geborgen werden kann. Nachdem der Schwerverletzte aus seinem Fahrzeugwrack befreit wird, kümmern sich der Notarzt und der Notfallsanitäter von Christoph 11 sogleich um den 57-Jährigen, der einer ersten Verdachtsdiagnose zufolge ein Trauma der unteren Extremitäten sowie ein Schädelhirntrauma erlitten hat.

Nach der Versorgung und Stabilisierung des Mannes lädt die Besatzung aus Villingen-Schwenningen den Verunglückten in die Maschine der DRF Luftrettung ein, und das Team bringt den Patienten innerhalb von nur zehn Minuten zur Uniklinik Tübingen. Dort übergibt Andreas Weigl den Lkw-Fahrer den weiterbehandelnden Ärzten im Schockraum, ehe die 24 Stunden einsatzbereite Crew zu ihrer Station zurückkehrt.

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