Sie sind hier

01.03.2018 | News-Bericht

Fahrzeug kollidiert mit Regionalzug

  • Patienten, die lebensbedrohliche Mehrfachverletzungen - ein sogenanntes Polytrauma - erlitten haben, müssen schnellstmöglich in einer Spezialklinik versorgt werden. An Bord von Christoph Regensburg, der rund um die Uhr einsatzbereit ist, können sie auch in den Nachtstunden schnell und schonend transportiert werden. Symbolbild.
    Patienten, die lebensbedrohliche Mehrfachverletzungen - ein sogenanntes Polytrauma - erlitten haben, müssen schnellstmöglich in einer Spezialklinik versorgt werden. An Bord von Christoph Regensburg, der rund um die Uhr einsatzbereit ist, können sie auch in den Nachtstunden schnell und schonend transportiert werden. Symbolbild.

Eine spätabendliche Alarmierung erreichte die Crew von Christoph Regensburg kürzlich: Zugunfall in Höhe Altötting (Oberbayern), ein PKW ist mit einer Regionalbahn kollidiert. Das Team wird angefordert, um sich um einen schwerstverletzten 17-Jährigen zu kümmern. Umgehend hebt die rot-weiße H 145 der DRF Luftrettung von der am Regensburger Uniklinikum gelegenen Station ab. An Bord befinden sich die Piloten Joachim Manthei und Markus Schäffler sowie Notfallsanitäter Gerhard Steinbach und Hubschraubernotarzt Dr. Christoph Unterbuchner. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zur Einsatzstelle. Die befindet sich an einem ländlichen Eisenbahnübergang zwischen den an der malerischen Inn gelegenen Städten Mühldorf und Töging.

Beim Eintreffen sieht die Besatzung das ganze Ausmaß des Unfalls. Es wurde nicht nur der 17-Jährige verletzt, sondern auch eine weitere Person. Die Feuerwehr, eine Rettungswagenbesatzung und ein bodengebundener Notarzt versorgen bereits um die Unglücksopfer. Von den Kollegen erfahren die Luftretter nun auch den genauen Unfallhergang: „Uns wurde mitgeteilt, dass das Auto auf einen unbeschrankten Bahnübergang zufuhr, als gerade ein Zug kam. In den stieß der Wagen dann; direkt in die rechte Seite der Lok. Die ist daraufhin entgleist“, schildert Notfallsanitäter Gerhard Steinbach. Drei junge Töginger sitzen zu diesem Zeitpunkt in dem PKW. Einer der Beifahrer kommt – genauso wie der Zugführer und die 34 Passagiere der Regionalbahn – mit einem Schrecken davon. Seine beiden Freunde haben jedoch weniger Glück: Der 18-jährige Mann, der hinter dem Steuer sitzt, wird bei der Kollision schwer verletzt, ebenso ein 17-jähriger Begleiter, der Kopf-, Gesichts- und Beinverletzungen erlitten hat. Diesen soll das medizinische Team von Christoph Regensburg schnellstmöglich in den Hubschrauber zu übernehmen, um ihn dann in ein Haus der Maximalversorgung, in diesem Fall die Uniklinik Regensburg, zur weiteren Behandlung zu transportieren.

„Wir konnten unseren Patienten schon vorversorgt im Rettungswagen übernehmen. Er war zuvor mit den Füßen in dem Unfallauto eingeklemmt und wurde vor unserer Ankunft bereits von der Feuerwehr aus dem PKW geschnitten. Er hatte Verletzungen an den Beinen, aber auch im Gesicht und am Unterkiefer“, führt Steinbach aus. Am schwerwiegendsten sei jedoch ein Schädel-Hirn-Trauma gewesen. „Das ist immer eine lebensbedrohliche Situation. Dr. Unterbuchner und ich mussten den jungen Mann intubieren und haben ihn dann transportfähig gemacht.“ Daraufhin luden der Notfallsanitäter und der Hubschraubernotarzt den Verunglückten in die Maschine der DRF Luftrettung ein. Sein Freund, der verletzte Fahrer, wurde derweil vom bodengebundenen Rettungsdienst ins Kreisklinikum Altötting gebracht.

Den Patienten an Bord, starteten Joachim Manthei und Markus Schäffler die H 145 mit dem Ziel Uniklinik Regensburg. „Schon allein wegen der Gesichts- und Kopfverletzungen brauchte man die dortige Spezialabteilung“, erklärt Steinbach und verdeutlicht einen enormen Vorteil, den die Luftretter gegenüber ihren bodengebundenen Kollegen hatten: „Der Ort war sehr abgelegen. Von dort bis zur Uniklinik in Regensburg hätte der Rettungswagen auch mit Sondersignal sicher über eine Stunde gebraucht.“ Zeit, die der junge Töginger freilich nicht hatte. Doch er konnte schnellstmöglich die maximale Versorgung erhalten. Nach nur 20 Minuten erreichten die Retter das Krankenhaus und übergaben ihren Patienten stabil den dortigen Ärzten.

Die Station zum Beitrag:

Standorte DRF Luftrettung

Auswählen und mehr erfahren

Von wo starten unsere Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge zu ihren Einsätzen? Wer koordiniert eine Patientenrückholung aus dem Ausland? Und wo wird unsere Flotte eigentlich gewartet? Lernen Sie die Hubschrauberstationen, das Operation-Center und den Ambulanzflugbetrieb der DRF Luftrettung kennen. Mit einem Klick auf eine unserer Stationen können Sie den jeweiligen Einsatzradius des Hubschraubers erkennen. Weitere Einblicke und Hintergrund- informationen erhalten Sie auf den Stationsseiten.

Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

Alle Standorte

Mehr zur Station:

Nachtflug für Christoph Regensburg: Eine Seniorin muss schnellstmöglich ins Klinikum Deggendorf transportiert werden.
16.08.2018 | News-Bericht
Die genauen Umstände des folgenreichen Unfalls sind nicht mehr zu ermitteln. Doch fest steht, dass eine ältere Dame daheim vor wenigen Tagen tragischerweise gleich mehrere…