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22.05.2017 | News-Bericht

Verkehrsunfall in Guben: Radfahrer erleidet schwere Kopfverletzungen

  • Christoph 49 an der Station in Bad Saarow. Vor Kurzem war die Besatzung im Einsatz, um einen lebensgefährlich verletzten Radfahrer in eine Klinik zu fliegen. Symbolbild.
    Christoph 49 an der Station in Bad Saarow. Vor Kurzem war die Besatzung im Einsatz, um einen lebensgefährlich verletzten Radfahrer in eine Klinik zu fliegen. Symbolbild.

Seit Jahren besteht eine Debatte darüber, ob hierzulande eine Helmpflicht fürs Fahrrad eingeführt werden sollte. Bis dato ist ein Helm kein Muss. Ein 18 Jahre alter Radfahrer aus der Lausitz hätte sich im Nachhinein bestimmt gewünscht, beim Zusammenprall mit einem Radlader einen Helm getragen zu haben.

Der junge Mann war am Morgen des 24. April unterwegs in Richtung Guben, als ein Radlader rechts in das Gewerbegebiet abbog. Dabei hatte er den Fahrradfahrer übersehen und es kam zu einem Zusammenprall, bei dem sich der Radfahrer schwere Kopfverletzungen zuzog. Zunächst alarmierte die Leitstelle bodengebundene Rettungskräfte aus Guben zur Unfallstelle. Bei Eintreffen des Notarztes trübte der Patient zusehends ein und war desorientiert. Da absehbar war, dass er innerhalb kurzer Zeit nicht mehr ausreichend würde atmen können, wurde er vom Notarzt vor Ort in Narkose gelegt, intubiert und künstlich beatmet. Der Patient war in einem kritischen Zustand.

Um ihn so schnell wie möglich in eine geeignete Klinik zu bringen, forderten die Einsatzkräfte über die Leitstelle einen Rettungshubschrauber an. Der nächst verfügbare war die EC 135 der DRF Luftrettung aus Bad Saarow; die Besatzung war zwei Minuten nach der Alarmierung in der Luft und auf dem Weg zur 56 Kilometer Luftlinie entfernten Stadt an der Neiße. Pilot Holger Wolff landete die rot-weiß lackierte Maschine im Kreuzungsbereich in unmittelbarer Nähe zum Patienten.

Hubschraubernotarzt Dr. Jörg Rößler und Rettungsassistent René Wabnik übernahmen den Schwerverletzten von den bodengebundenen Kollegen und verbrachten ihn vom Rettungswagen in den Hubschrauber. Dort wurde der 18-Jährige an die Sauerstoffversorgung und das Überwachungssystem des Hubschraubers angeschlossen, um während des Transports die Vitalwerte des Patienten stets kontrollieren zu können. Mit Ziel Carl-Thiem-Klinikum Cottbus hob der Pilot um 8:04 Uhr an der Unfallstelle ab und landete wenig später auf dem Klinikdach. Von dort brachte die medizinische Besatzung den Patienten direkt in den Schockraum und übergab ihn dem dortigen Personal.

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